Die Arbeitslosenzahl in Berlin ist im März nahezu konstant geblieben. Erwerbslos gemeldet waren 240.570 Menschen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Das waren 169 Frauen und Männer mehr als im Februar und 617 weniger als im März vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 14,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 14,3 Prozent gelegen. Einen Anstieg gab es bei der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen: Im Januar 2011 hatten rund 1,13 Millionen Berliner eine solche Stelle, im Vorjahresmonat waren es 25.500 oder 2,3 Prozent weniger.
Regionaldirektions-Chefin Margit Haupt-Koopmann bezeichnete die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin als „weiterhin positiv“. Trotz einer deutlich geringeren Zahl an Beschäftigungsmaßnahmen sei die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert geblieben. „Das spricht für die Chancen, die der erste Arbeitsmarkt derzeit bietet“, erklärte Haupt-Koopmann. Seit Januar seien 14 000 Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet worden. Derzeit gebe es rund 11 400 Angebote - rund 1600 mehr als im März des vergangenen Jahres.
Im Vorjahresvergleich gibt es vor allem bei jungen Leuten unter 25 Jahren einen positiven Trend. Bei ihnen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar um 127 auf 22 778. Das waren jedoch 1367 Jugendliche weniger als im März 2010. Die Zahl älterer Arbeitsloser ab 50 Jahren stieg seit Februar um 376 auf 58.517. Das waren 5660 oder 10,7 Prozent mehr als im März 2010.
Bis Mitte März wurden den Arbeitsagenturen in Berlin rund 10 000 Ausbildungsplätze gemeldet, von denen noch rund 6200 unbesetzt sind. Laut Arbeitsagentur suchen derzeit noch rund 7500 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
Deutlich weniger Arbeitslose in Brandenburg
Im Gegensatz zu Berlin sank die Arbeitslosenquote in Brandenburg merklich - um 0,4 Punkte im Vergleich zum Februar auf 11,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 12,7 Prozent gelegen. Genau 156.960 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 5810 weniger als im Februar und 12.872 weniger als im März vergangenen Jahres. Auch die Zahl der offenen Stellen stieg 10.666. Das sind 1638 mehr als vor einem Jahr.
Brandenburg liegt mit der geringeren Arbeitslosenquote im Bundestrend. In ganz Deutschland hat sich der Arbeitsmarkt im März besser entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte 3,210 Millionen Arbeitslose. Dies seien 102.000 weniger als im Februar und 350.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde mit. Üblich war in den vergangenen drei Jahren mit der im März einsetzenden Frühjahrsbelegung im Durchschnitt ein Rückgang um rund 50.000 Arbeitslose.
Die Arbeitslosenquote fiel im Monatsvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte, maßgeblich für die gute Entwicklung sei der Konjunkturaufschwung. „Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs“, sagte Weise. „Und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch.“
Bereinigt um jahreszeitliche Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl nach BA-Berechnungen im Vergleich zum Februar um 55.000 auf 3,005 Millionen zurück. Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 25.000 erwartet.
dpa/ap



