Ein 33 Jahre alter Mann steht in Berlin wegen Missbrauchs der elfjährigen Tochter seiner Lebensgefährtin vor Gericht. Laut Anklage soll es in der gemeinsamen Wohnung des Paares in Berlin-Hellersdorf zum Oralverkehr gekommen sein. Ein weiterer sexueller Übergriff soll sich lange Zeit nach der Trennung des Paares im Oktober 2010 in der Wohnung des Mannes ereignet haben. Dabei sei es zu „Beischlaf ähnlichen sexuellen Handlungen“ an dem elfjährigen Mädchen gekommen, wodurch sie „starke Schmerzen“ erlitten habe, heißt es in der Anklage.

Der Berliner, Vater von sechs eigenen Kindern, hatte nach Angaben des Gerichts bei einem Haftprüfungstermin gestanden. Aus diesem Grund waren keine Zeugen geladen. Wegen der jetzigen Verweigerung der Aussage musste nun ausgesetzt werden. Ein neuer Termin wurde noch nicht anberaumt.

Die Vorfälle kamen ans Tageslicht, weil sich das Mädchen seiner Mutter anvertraut hatte. Im Prozess machte der Vater von sechs Kindern überraschend keine Angaben, nachdem er laut Gericht beim Haftprüfungstermin „die Vorwürfe eingeräumt“ hatte. Aufgrund seines jetzigen Schweigens musste das Gericht das Verfahren aussetzen, um Zeugen zu laden. Ein neuer Prozesstermin steht noch nicht fest.

dpa/ddp/bha