Kindesmisshandlung

Mann soll Baby beide Arme gebrochen haben

Wegen des Verdachts der schweren Misshandlung ihres sechs Monate alten Säuglings hat die Berliner Polizei eine 30 Jahre alte Frau und deren Lebensgefährten festgenommen. Das Baby hat zwei gebrochene Arme, Krampfanfälle und offenbar irreversible Schäden.

Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) muss sich erneut mit einem Fall von besonders schwerer Kindesmisshandlung befassen. Bei dem Opfer, einem sechs Monate alten Säugling, befürchten die Ärzte irreparable Schädigungen des Gehirns. Der mutmaßliche Täter, ein 45-jähriger Mann aus Spandau, wurde am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hatten Ärzte einer Klinik, in der das Mädchen wegen Krampfanfällen behandelt wurde, bereits am Freitag vergangener Woche mehrere auffällige Verletzungen, darunter Brüche an beiden Unterarmen, entdeckt. Weitere Untersuchungen ergaben dann, dass das Kind an mehreren Tagen heftig geschüttelt wurde. Daraufhin schaltete das Krankenhaus umgehend die Polizei ein. Das für Kindesmisshandlungen zuständige Fachkommissariat 125 des LKA übernahm die Ermittlungen. Nach eingehenden Vernehmungen der 30-jährigen Mutter und ihres Lebensgefährten wurde der 45-Jährige am Dienstag festgenommen. Offenbar hat er inzwischen zumindest teilweise eingeräumt, das Kind geschüttelt zu haben. Ob die Mutter etwas von den Vorgängen mitbekommen hat, ist indes noch unklar. Ärztliche Untersuchungen ergaben, dass das heftige Schütteln Verletzungen des Gehirns zur Folge hatte.

Welche Langzeitfolgen dadurch für das Babyr entstehen, muss die weitere Behandlung zeigen. Man müsse in diesem Fall allerdings mit dem Schlimmsten rechnen, hieß es am Mittwoch. Dem 45-Jährigen droht jetzt eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung.