Die Randalierer im Berliner Jugendgefängnis Kieferngrund warfen im Juli 2009 Scheiben ein und zerstörten Mobiliar und Toiletten in den Zellen. Rund sieben Monate nach der Randale hat die Staatsanwaltschaft zwölf von ihnen wegen Sachbeschädigung angeklagt. Einem Intensivtäter wird zudem schwere Brandstiftung vorgeworfen, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Martin Steltner am Montag mit. Der Angeklagte soll in seiner Zelle eine Matratze angezündet haben. Ein Beamter, der das Feuer löschen wollte, erlitt eine Rauchvergiftung. Dem Land sei ein Schaden von 5500 Euro entstanden. 50 weitere Jugendliche hatten die Randalierer mit Gebrüll und Lärm unterstützt.
Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) hatte die Krawalle zunächst auf das schwüle Wetter zurückgeführt. Das hatte die Opposition empört. Anwälte hatten die Haftbedingungen in dem vergleichsweise neuen Gefängnis in Lichtenrade als unerträglich kritisiert. Das schüre Aggressionen, hieß es damals. Die Randalierer waren damals nach dem Ausbruch der Gewalt in ein anderes Gefängnis verlegt worden.
dpa/sei




