Bevölkerungsstatistik

Zahl der Berliner steigt wieder

Die Zahl der Einwohner ist in Berlin erneut leicht gestiegen, während in Brandenburg immer weniger Menschen leben. Ende Juni wurden 1700 Berliner mehr gezählt als noch zu Jahresbeginn.

Die offizielle Bevölkerungszahl Berlins ist in den vergangenen Monaten zuerst gesunken und dann wieder gestiegen. Grund dafür sei die Bereinigung des Melderegisters, sagte eine Sprecherin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg.

Ende Juni 2010 wohnten etwa 3,44 Millionen Menschen in Berlin und rund 2,5 Millionen Menschen in Brandenburg, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag in Potsdam mit. In beide Ländern zogen im ersten Halbjahr 2010 mehr Menschen zu als weg, außerdem kamen etwas mehr Kinder auf die Welt als im Vorjahr. Da in Brandenburg jedoch mehr Menschen starben als geboren wurden, sank die Einwohnerzahl um 0,2 Prozent (Vorjahr: minus 0,3). Der seit dem Jahr 2000 anhaltende Bevölkerungsrückgang schwächte sich somit etwas ab.

In Berlin hatte die Zahl der Einwohner in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Den nur geringen Anstieg von 1700 Personen im ersten Halbjahr dieses Jahres führt das Amt für Statistik darauf zurück, dass in den vergangenen Jahren Tausende Ausländer aus der Hauptstadt fortzogen, ohne sich abzumelden. Nun kommen die Briefe, mit denen sie neue Steuernummern erhalten sollten, zu den Ämtern zurück. Würde man diese Fälle außer Acht lassen, hätte die Einwohnerzahl allein im ersten Quartal um mehr als 9000 Menschen zugenommen.