Inzucht-Gefahr

Tierschützer wollen Eisbär Knut kastrieren

Tapsig, weiß und zuckersüß - das war Eisbär Knut als Baby. Mit seinem Tierpfleger Thomas Dörflein war der Kleine der Star des Berliner Zoos. Nun ist Knut drei Jahre alt und viele hoffen, dass er bald mit Gefährtin Gianna für Nachwuchs sorgt. Doch Tierschützer wollen ihm die Manneskraft nehmen.

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Nun ist Knut drei Jahre alt und viele hoffen, dass er bald mit Gefährtin Gianna für Nachwuchs sorgt. Doch Tierschützer wollen ihm die Manneskraft nehmen.

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Die Tierschutzorganisation Peta plädiert für eine Entmannung von Berlins Eisbär Knut. Der dreijährige Knut müsse kastriert werden, um Inzucht zu vermeiden, teilte die Vereinigung mit. Knut und seine gleichaltrige derzeitige Gefährtin Gianna hätten mit Eisbär Olaf denselben Großvater.

Der Zusammenschluss der beiden Jungtiere berge die Gefahr, dem von den Zoos angestrebten Erhaltungszuchtprogramm zu schaden, die genetische Vielfalt unter den Eisbären zu reduzieren und sogenannte Inzuchtdepressionen bei Nachfahren auszulösen, erklärte Peta-Zooexperte Frank Albrecht: „Knut-Fans sollten sich bewusst sein, dass nur die Kastration von Knut ein dauerhaftes Zusammenleben mit Gianna erlaubt.“

Das Eisbärenmädchen lebt eigentlich im Münchner Zoo, war wegen Bauarbeiten an ihrem Gehege im vergangenen Jahr aber vorübergehend zu Knut nach Berlin ausquartiert worden. In der „Eisbären-WG“ finden die zwei nach einer etwas spannungsgeladenen Kennenlernphase schließlich zunehmend Gefallen aneinander.