Nach dem brutalen Überfall auf einen Handwerker auf dem U-Bahnhof Lichtenberg sucht die Berliner Polizei weiter nach dem unbekannten Helfer. Wie eine Sprecherin am Samstag sagte, gibt es noch keine Hinweise auf den Mann, der dem 30-Jährigen und seinem Kollegen am vergangenen Freitag zu Hilfe eilte. Bei dem Retter soll es sich um ein Mitglied des Rocker-Clubs Bandidos handeln, was die Polizei nicht bestätigen konnte.
Der Rocker hat, der sich in der „BZ“ als Michael M. ausgab, dementiert, eine Waffe bei sich gehabt zu haben, als er dem Kollegen des schwer verletzten Malers zu Hilfe kam. Der 1,90 Meter große Mann war an dem Abend des Überfalls mit seiner Freundin auf dem Weg zu einem Café an der Siegfriedstraße in Lichtenberg, als er von Weitem auf eine Rangelei außerhalb des Bahnhofs aufmerksam wurde, berichtete der 26-Jährige in der „BZ“.
„Vier Jugendliche traten auf den wehrlosen Mann ein, er schleuderte erst gegen ein Auto, dann auf den Bordstein. Als er am Boden lag, trat einer von ihnen immer wieder auf seine Kopf“, schilderte der Rocker die Ereignisse. Dabei soll der 17-jährige Kenianer besonders brutal vorgegangen sein. Als Michael M. dazwischen ging, habe der Jugendliche seine Jacke herunter gerissen und gebrüllt: „Willst Du der nächste sein?“
Der kräftige und durchtrainierte Mann habe den vier Schlägern daraufhin erklärt, dass er bei den Bandidos sei und ein Angriff auf einen Rocker Folgen habe. Daraufhin ließen sie von ihrem Opfer ab und flüchteten. Der 30-Jährige hatte bereits Hämatome im Gesicht und blutete am Hinterkopf. Der Rocker half dem Verletzten auf. Dieser habe in Panik immer wieder „Mein Freund auf dem Bahnhof“ gerufen – damit meinte er seinen Kollegen, der da schon bewusstlos auf dem Bahnsteig lag.
BMO














