Im Zusammenhang mit der Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain sind in der Nacht zum Donnerstag mehr als 100 deutsche Online-Shops gehackt worden. Zumeist waren dies Web-Filialen eher kleiner Internetangebote wie die eines Fachgeschäftes für Aquarien in Düsseldorf oder aber rein zu Testzwecken eingerichtete Internetseiten, von denen einige dieselbe Software nutzen.
Eingespielt haben die Hacker ein Bild und einen kurzen Text. Das nunmehr geräumte Haus in der Liebigstraße 14 wird darin als "Wohn- und Kulturprojekt" bezeichnet (das sich in Kreuzberg befunden habe - tatsächlich steht das Gebäude im Nordkiez in Berlin-Friedrichshain). Das "Defacement" der Seite, also das unerlaubte Veröffentlichen von Inhalten, soll "ein kleiner Beitrag" zu den Solidaritätsaktionen sein, zu denen es am Mittwoch in einzelnen Städten wie Hamburg und Dortmund kam.
Ende 2010 war auf dem Jahreskongress des Chaos Computer Clubs in Berlin eine Reihe von Internetseiten gehackt worden, unter anderem auch der Online-Shop der FDP. Dort wurde das Angebot so umgebaut, dass unter den zu kaufenden Produkten auch ein Heißluft-Handtrockner erschien, der angeblich eine Rede von Guido Westerwelle wiedergeben sollte.
dino


