Rund 150 linksautonome Demonstranten haben am Mittwochabend in Berlin-Kreuzberg randaliert. Bei einem spontanen Marsch vom Heinrichplatz Richtung Schlesisches Tor warfen sie Steine und Flaschen auf Polizisten und zündeten bengalische Feuer und Feuerwerkskörper, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. 180 Polizisten gelang es schließlich, die Krawalltäter zu stoppen. 47 Menschen wurden vorläufig festgenommen. Ein Mann wurde verhaftet, weil gegen ihn bereits ein Haftbefehl wegen schweren Landfriedensbruchs vorlag.

Hintergrund der nicht angemeldeten Demonstration war wohl ein Brandanschlag auf ein Geschäft der linken Szene in Kreuzberg in der Nacht zuvor.

Der Krawall begann gegen 20 Uhr am Heinrichplatz, als sich Linksautonome, die zum Teil vermummt waren, sammelten. Auf dem Weg durch die Skalitzer Straße flogen nach Polizeiangaben immer wieder Flaschen und Steine. Erst als die begleitenden Polizisten Verstärkung erhielten, endete der Marsch vorläufig. In der Oranienstraße kam es dann erneut zu kleineren Zusammenstößen und Festnahmen. Gegen 23 Uhr kehrte Ruhe ein.

Ermittelt wird jetzt wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt. Polizisten wurden nicht verletzt, größere Schäden seien auch nicht entstanden, hieß es.

dpa/tj