„Der Heilige Vater wird eine öffentliche Messe zelebrieren. Das ist sein Wunsch und der Wunsch des Erzbistums Berlin“, sagte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, Morgenpost Online. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht aus der vergangenen Woche. Der Veranstaltungsort werde so groß sein, dass jeder, der den Papst erleben wolle, auch die Möglichkeit dazu habe – „von zweihundert Menschen bis zwei Millionen“. Berlin sei groß und habe viele geeignete Plätze dafür. Es ist das erste Mal, dass die Kirche offiziell für September eine Papstmesse in der Hauptstadt ankündigt.
Wie der Nuntius weiter sagte, würden der genaue Ort und der Termin spätestens im Juni 2011 bekannt gegeben. „Das Programm ist noch in der Planung, und Rom entscheidet.“ Zunächst müsse der Besuch des päpstlichen Reisemarschalls in der kommenden Woche abgewartet werden. Medienberichte, wonach die Kirche mit geringem Publikumsinteresse am Papstbesuch rechne und deshalb eine öffentliche Messe scheue, wies er zurück. Es sei nie etwas anderes geplant gewesen. „Der Heilige Vater wird überall tun, was die Kirche vor Ort wünscht. Und Berlins Kardinal Sterzinsky hat mir selber gesagt: Es wäre ein Flop, wenn vor lauter amtlichen Terminen keine Begegnung mit den Gläubigen möglich wäre“, so Périsset.
Die weitere personelle Entwicklung auf dem erzbischöflichen Stuhl in Berlin ließ der Nuntius offen. „Alles ist möglich“, sagte Périsset. Erzbischof Georg Sterzinsky liegt derzeit nach zwei Operationen im Krankenhaus und benötigt nach Angaben seines Erzbistums eine unbestimmte Zeit der Erholung. Der Kardinal wird am 9. Februar 75 Jahre alt und hatte dem Papst für diesen Termin seinen Rücktritt angeboten. Der Apostolische Nuntius sagte, es sei noch offen, ob der Papst den Rücktritt annehme. „Wir hoffen sehr, dass es Kardinal Sterzinsky bald wieder gut geht.“



















