Bahnreisende müssen sich von Dienstag an auf massive Behinderungen im Regionalverkehr einstellen. In den festgefahrenen Tarifverhandlungen mit sechs privaten Bahnunternehmen sowie der Deutschen Bahn (DB) kündigen die Gewerkschaften Transnet und GDBA bundesweite Warnstreiks an.
Auch die Region Berlin-Brandenburg werde betroffen sein, sagte ein Gewerkschaftssprecher Morgenpost Online. Mit den Arbeitsniederlegungen erhöhen die Gewerkschaften den Druck im laufenden Tarifkonflikt.
Die Bahn und die Privatunternehmen kündigten an, weiter verhandeln zu wollen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bezeichnete die angekündigten Streiks am Sonntag als „völlig unangemessen“.
Details zu den geplanten Arbeitsniederlegungen wollen Gewerkschaftsvertreter am Montagmittag verkünden. Dem Vernehmen nach ist vorgesehen, einzelne Strecken für jeweils zwei bis vier Stunden lahmzulegen.
Nicht betroffen ist die Berliner S-Bahn, für die ein eigener Tarifvertrag gilt. Zur Zukunft der Krisen geplagten Berliner Nahverkehrstochter äußerte sich am Sonntag Bahn-Chef Rüdiger Grube. Trotz anhaltender Probleme sei er zuversichtlich, dass die S-Bahn ab 2011 wieder durch Leistung überzeugen und so einen neuen Verkehrsvertrag mit den Ländern Berlin und Brandenburg erhalten könne. Der laufende Vertrag endet 2017.



