Entwurf
Im Auftrag Hitlers begannen 1934 die Bauarbeiten auf dem 132 Hektar großen Olympia-Gelände. Die monumentalen Bauten, darunter der Glockenturm, entwarf der Architekt Werner March. Im Turm war während des Zweiten Krieges das Reichsfilmarchiv eingelagert, das nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Brand geriet. Wie durch einen Schornstein zog der Rauch durch den Turm ab.
Turm
Aus Sicherheitsgründen musste der Turm 1947 von britischen Soldaten gesprengt werden. Dabei stürzte die Glocke in die Tiefe und bekam einen Sprung. 1962 wurde der Turm von seinem Erbauer Werner March wieder errichtet, und man goss eine neue Glocke. Die alte war inzwischen vor dem Südportal des Stadions aufgestellt worden, nachdem man die Hakenkreuze zu einem Karo zusammengeschweißt hatte.
Dokumentation
Im Erdgeschoss des Glockenturms ist auf 1000 Quadratmetern die Dokumentation Geschichtsort Olympiagelände 1909 – 1936 – 2006 zu sehen. Diese wurde vom Deutschen Historischen Museum gestaltet. Geöffnet ist der Glockenturm vom 28. März bis 31. Oktober, täglich 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene zu der Ausstellung beträgt 3,50 Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro.
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