Die Modemesse Bread & Butter hat am Mittwoch zum ersten Mal ihre Türen geöffnet. Zu Besuch war Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Die Veranstaltung sei wirtschaftspolitisch enorm wichtig, sagte der SPD-Politiker. 90.000 Fachbesucher hätten sich akkreditiert, dies sei ein Rekord.
Die in Berlin stattfindende Fashion Week lockt nach Einschätzung der Hauptstadt-Werber „Visit Berlin“ rund 200.000 Gäste zusätzlich in die Hauptstadt. Von der Modewoche profitierten neben den Hotels vor allem auch die Taxi-Fahrer und Restaurants, sagte ein Sprecher von „Visit Berlin“ am Mittwoch. Doch außer dem wirtschaftlichen Effekt bringe die Modewoche Berlin auch einen enormen Imagegewinn, fügte der Sprecher hinzu. Der Zeitpunkt der Messe komme Berlin ebenfalls zugute, da der Januar im Tourismus nicht zu den umsatzstärksten Monaten gehöre.
Vintage-Look im Trend
Zu den wichtigsten Messen der Fashion Week gehören die Fachbesuchermesse für Street- und Urbanwear, die Modemesse Premium, die Dessous- und Bodywear-Messe 5 elements.berlin und die Streetwearmesse Bright. Die „Bread & Butter“ gilt weltweit als größte Messe für Street- und Urban-Wear. Sie findet zweimal jährlich in Berlin während der Fashion Week statt.
Das Herzstück der Bread & Butter ist der Absolute Cotton Club im Stil der Zwanziger Jahre mit einem Casino, in dem Poker und Roulette gespielt werden können. Der Retro-Trend zeigt sich auch in der Mode: In den Kollektionen für Männer finden sich Referenzen auf historische Vorlagen, Uniformen und Funktionskleidung. Besonders charakteristisch sind Railroad-Jacken mit Spangenschließen oder Stoffhosen mit Jeans-Elementen. Echte Handarbeit, kostbare Stoffe und Langlebigkeit sind wieder gefragt. „Urbane Eleganz“ nennt sich eine Stilrichtung, die Funktionalität mit Styling-Elementen verbindet: Wichtige Farben sind bei den Männern vor allem Waldgrün, Alte Eiche, und Rindenbraun, bei den Frauen liegen zarte Farben wie Biscuit Beige, Ingwer, Sinopia und Azurblau.
dapd/tj



