Bei den umstrittenen Abflugrouten am künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg sieht die Fluggesellschaft Air Berlin noch „Bewegungsspielraum für alle Beteiligten“.

So sei etwa zu prüfen, wann tatsächlich ein paralleler Betrieb beider Startbahnen nötig sei, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage. Das könne den Fluglärm erheblich reduzieren, hieß es. Jedoch müssten die Flugrouten für Airlines und den Flughafen wirtschaftlich sein. „Man kann nicht Riesen-Umwege und pausenlos Zickzack fliegen.“

Die weiteren Beratungen der Fluglärmkommission sollten nun abgewartet werden. Rufe nach einem Baustopp des Milliardenprojekts in Schönefeld seien nicht sinnvoll.

Auch der Vorsitzende der Lärmkommission, Bernd Habermann plädierte dafür, auf parallele Starts auf beiden Pisten. Nach den aktuellen Planungen würden Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf höhere Lärmbelastungen ertragen müssen. Das werde die Lärmkommission nicht hinnehmen. Habermann äußerte zudem aber Zweifel, ob die von 17 auf 34 Mitglieder verdoppelte Kommission sich einigen könne.

Einige Kommunen hatten im Flugroutenstreit einen sofortigen Baustopp für den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld verlangt. Die möglicherweise vom Fluglärm bedrohten brandenburgischen Orte Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf wollen Medienberichten zufolge, dass der Flughafen erst weitergebaut wird, wenn verträgliche Flugrouten entwickelt seien.

dpa/mim