Nach rund 600 Radverkehrskontrollen von Januar bis Anfang Juli 2010 hat die Berliner Polizei gegen 4770 Radfahrer Bußgeldverfahren eingeleitet. Die meisten Radfahrer überfuhren eine rote Ampel, rund 900 radelten über einen Gehweg, heißt es in der Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Kleine Anfrage der Linken.

Auch für Radfahrer wird das Missachten einer Ampel teuer. Sie zahlen nach Angaben von Verkehrsrechtsexperten ein genauso hohes Bußgeld wie Autofahrer. Je nach Dauer der Rotphase, Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und Sachbeschädigung werden nach dem Bußgeldkatalog 90 bis 360 Euro fällig. Darüber hinaus gibt es für Radfahrer, die einen Führerschein besitzen, nach dem Missachten einer Ampel drei bis vier Punkte in Flensburg. Im vergangenen Jahr mussten rund 14.000 Radfahrer nach 1189 Kontrollen für ihre Verkehrssünden Bußgelder bezahlen.

dpa/jt