Spree-Leiche

Vermisste Mutter getötet - Ehemann festgenommen

Die Berliner Polizei hat eine Frauenleiche aus der Spree geborgen. Bei der Toten handelt es sich um eine vermisste Türkin aus Berlin-Reinickendorf. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Foto: Steffen Pletl

Die Berliner Polizei hat am Sonntagabend am Nonnendamm in Charlottenburg eine Frauenleiche in einem Müllsack gefunden. Sie trieb in der Spree. Das vorläufige Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchungen hat nun ergeben, dass es sich bei der Toten um eine seit Ende Juni vermisste 28-jährige Frau türkischer Herkunft handelt.

Nach Informationen von Morgenpost Online wurden zahlreiche Stichverletzungen festgestellt. Zunächst hieß es, die Polizei habe mehrere Leichenteile gefunden. Dies bestätigte sich jedoch nicht.

Am Montagvormittag nahmen Ermittler den 34-jährigen Ehemann der Toten wegen des Verdacht der vorsätzlichen Tötung fest. Vier Zivilbeamte stellten den Mann in seiner Wohnung. Die Ermittlungen dauern an.

Anwohner hatten am Sonntagabend gegen 20 Uhr die Wasserschutzpolizei gerufen, weil ihnen in der Spree in der Nähe der Charlottenburger Schleuse ein großer Plastikbeutel aufgefallen war.

Die 28 Jahre alte Tote hinterlässt vier Kinder und lebte mit ihrer Familie im Märkischen Viertel. Im Umfeld des Ehepaares hieß es, in der Ehe sei es regelmäßig zum Streit gekommen, der wegen diverser Gewaltdelikte vorbestrafte Ehemann habe seine Frau auch geschlagen.

Die Eltern hatten ihre Tochter als vermisst gemeldet, weil sie nicht mehr zu erreichen war.