Der Raubmord an einer 83 Jahre alten Rentnerin in Gropiusstadt scheint aufgeklärt zu sein: Beamte des Spezialeinsatzkommandos haben in der Nacht zu Freitag einen 49 Jahre alten Tatverdächtigen in Neukölln festgenommen. Ein Richter erließ noch am Freitag Haftbefehl wegen Mordes gegen den Mann. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft hatte sich der 49-Jährige zum Tatvorwurf nicht geäußert.
Eine Enkelin hatte Helena L. am 11. August tot in ihrer Wohnung an der Hugo-Heimann-Straße aufgefunden. Da auch Gegenstände aus der Wohnung der 83-Jährigen entwendet worden waren, vermuteten die Beamten der 1. Mordkommission von Anfang an einen Raubmord hinter der Tat. Intensive Ermittlungen führten in den vergangenen Tagen auf die Spur des 49-Jährigen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kannten sich der mutmaßliche Täter und sein Opfer. Beide hätten den „Zeugen Jehovas“ angehört. Der 49-Jährige sei jedoch mittlerweile nicht mehr Mitglied der Religionsgemeinschaft. Nach Informationen von Morgenpost Online hatte der Mann die „Zeugen Jehovas“ jedoch nicht freiwillig verlassen. Die Glaubensgemeinschaft soll ihn aufgrund von Verfehlungen ausgeschlossen haben.
Helena L. hatte sich bis zu ihrem Tod aktiv für die „Zeugen Jehovas“ eingesetzt. Laut Angaben eines Polizeisprechers stand die 83-Jährige täglich von Montag bis Sonnabend am U-Bahnhof Lipschitzallee und verteilte dort die Zeitschrift „Wachturm“. Zudem habe sie regelmäßig das Gespräch mit Passanten gesucht. Am 7. August gegen 13 Uhr war sie zuletzt vor dem U-Bahnhof gesehen worden. Die Ermittlungen dauern an.
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