Kriminalität

Rettungshubschrauber in Steglitz beschossen

Unbekannte haben in Berlin-Steglitz einen Rettungshubschrauber mit drei Menschen an Bord beschossen. Plötzlich sah der Pilot eine Leuchtkugel auf sich zukommen.

Glücklicherweise folgenlos blieb am Mittwochmorgen der Beschuss eines ADAC-Rettungshubschraubers im Steglitzer Ortsteil Lichterfelde mit einer Leuchtkugel. Der Helikopter war im Auftrag der Berliner Feuerwehr im Anflug auf die Charité Campus Benjamin Franklin. Er wurde nur knapp verfehlt. Die Polizei fahndet noch nach dem Schützen.

Nach Polizeiangaben befand sich der Rettungshubschrauber gegen 8.20 Uhr in 200 Metern Höhe über der Dessauerstraße, kurz vor der Langen Straße. Der 59 Jahre alte Pilot, der mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten in der Luft war, sah das Geschoss auf sich zukommen, ehe es in etwa 100 Meter Entfernung zündete. Glücklicherweise entstand kein Schaden; der Pilot konnte kurz darauf sicher landen. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass eine Leuchtkugel abgefeuert wurde, die üblicherweise bei Notfällen auf See zum Einsatz kommen. Die Polizei ermittelt jetzt wegen „gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr“.