Der schwedische Vattenfall-Konzern verkauft sein rund 9700 Kilometer langes Hochspannungsnetz im Osten und Norden Deutschlands. Der belgische Netzbetreiber Elia werde das Netz zusammen mit dem australischen Fonds IFM für 810 Millionen Euro übernehmen, teilten die Belgier am Freitag mit. Mit dem Anschluss der Transaktion werde im zweiten Quartal dieses Jahres gerechnet. Danach werde Elia 60 Prozent am Stromnetz halten, IFM den Rest. Die Tarife für die Kunden würden sich nicht ändern.
Der Einigung vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen, die unter anderem durch die Folgen der Finanzkrise behindert wurden. Vattenfall stand mehrmals kurz vor einem Verkauf und auch der Aufsichtsrat der deutschen Tochter Vattenfall-Europe hatte einem Verkauf Ende letzten Jahres bereits zugestimmt. Der Verkaufsprozess ging jedoch in eine neue Runde, nachdem der Konkurrent E.ON sein kaum größeres Netz für gut eine Milliarde Euro verkaufte.
Der Vereinbarung zufolge bekommt Elia 60 Prozent der Anteile an der Netzbetriebsgesellschaft „50Hertz Transmission GmbH“ in Berlin sowie die operative Kontrolle. Die Übernahme muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden.
dpa/RTR/Sp




