Sozialer Brennpunkt

Task Force für Neuköllner Okerstraße meldet Erfolg

Im Problemkiez Okerstraße hatten die Anwohner immer wieder mit überbelegten Wohnungen, Rattenplagen und der Verwahrlosung von Kindern zu kämpfen. Die "Task Force Okerstraße" kämpft gegen die Missstände, die vor allem unter Rumänen und Roma-Familien herrschen. Allerdings kommt es deswegen zu Anfeindungen.

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Die Okerstraße in Nord-Neukölln ist in den vergangenen Jahren durch aggressive Jugendgruppen und rumänische Bettel-Kinder, verwahrloste, überbelegte Wohnungen und intensiven Rattenbefall einiger Häuser aufgefallen. Das Bezirksamt Neukölln gründete die "Task Force Okerstraße" (TFO) mit 14 Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung,. Diese hat nun nach eineinhalb Jahren eine erste Bilanz vorgestellt.

Größtes Problem war die Situation der Rumänen, die im Sommer 2009 in großer Zahl nach Berlin kamen, sagt Arnold Mengelkoch, Migrationsbeauftragter von Neukölln und TFO-Sprecher. Bis zu 20 Personen hätten zusammengepfercht in kleinen Wohnungen gelebt. Die „Eingreiftruppe“ erteilte Auflagen an die Eigentümer, Rattenbefall, Schimmel und Feuchtigkeit zu beseitigen. Der Zustrom der Rumänen sei abgeebbt, sagt Mengelkoch. Er räumt jedoch ein, dass es sich vermutlich um eine Verdrängung handele. Eine weitere Zielgruppe der TFO sind Roma-Familien. Sie sollen dazu angeregt werden, Integrations-Angebote stärker zu nutzen.

Wegen der Arbeit der TFO haben linksextreme Gruppen das Quartiermanagement zuletzt wiederholt angegriffen. Unter anderem sind im Büro Scheiben eingeschlagen worden.

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