In dem neu geschaffenen Aufsichtsrat der Berliner Treberhilfe ist ein Machtkampf ausgebrochen. Per anwaltlicher Verfügung ist den Aufsichtsratsmitgliedern Thomas Dane und Heidi Knake-Werner (Die Linke) eigenen Angaben zufolge am Mittwoch untersagt worden, die Öffentlichkeit über die ersten, so Dane "erschreckenden", Ergebnisse eines Prüfberichts zum bisherigen Geschäftsgebaren des gemeinnützigen Unternehmens zu informieren.

Der am 26. Februar eingesetzte Aufsichtsrat besteht neben Knake-Werner Dane, aus Carsten Lobbedey und Christian Jäger, beide Vorstandsmitgliedern des Vereins Treberhilfe, die offenbar derzeit alle Entscheidungen blockieren, die sich gegen den umstrittenen Treberhilfe-Geschäftsführer Harald Ehlert richten. So scheiterten Dane und Knake-Werner mit der Abberufung Ehlerts als Geschäftsführer. Sie gehen nun davon aus, dass der Trägerverein und Ehlert als derzeit einzige Gesellschafter der Treberhilfe gGmbH sie noch am Mittwoch aus dem Aufsichtsrat abberufen werden. Ebenso sei mit der Abberufung des neuen Ko-Geschäftsführers Jens Fischer zu rechnen. Damit würde erreicht, dass die in Auftrag gegebene Prüfung nicht weitergeführt wird.

EPD/sh