Eigentlich kann BVG-Chef Andreas Sturmowski, zufrieden sein. Das kommunale Unternehmen hat so viele Fahrgäste, wie seit Jahren nicht: 925,4 Millionen Fahrten hat die BVG von Januar bis Dezember 2009 in ihren Bussen und Bahnen gezählt. 93 Millionen Fahrgäste mehr als im Jahr zuvor, als Streiks für Einbußen sorgten. Doch auch im Vergleich zu 2007 kommt die BVG auf ein sattes Plus von 21, 4 Millionen Einzelfahrten. „Das ist sicher auch eine Folge der Schwierigkeiten bei der S-Bahn“, sagt Sturmowski.
Auch die Zahl der Stammfahrgäste im Vorjahr hat sich auf inzwischen 273.000 Abonnenten erhöht: Ein sattes Plus von 21 Prozent, das sich auch in den Fahrscheinerlösen bei der BVG niederschlug. Die stiegen nach bisherigen vorläufigen Berechnungen auf 507 Millionen Euro, ein Zuwachs um fast 15 Millionen Euro gegenüber 2008.
Dennoch wird in der Jahresbilanz wieder ein Minus stehen. Mit rund 65 Millionen Euro Verlust rechnet das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen. Doch schon jetzt ist klar: Erstmals seit 2004 wird es bei der BVG wieder eine Netto-Neuverschuldung geben. Die Schuldenlast des landeseigenen Unternehmens steigt nach Jahren des Abbaus von Verbindlichkeiten um voraussichtlich 95 Millionen Euro auf nun 729 Millionen Euro.



