Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte zum Vorschlag des CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Frank Henkel, das Technische Hilfswerk THW gegen Eis und Schnee in Berlin einzusetzen, in der RBB-Abendschau geantwortete: „Wir sind doch nicht in Haiti.“ Damit spielte er auf die internationale Hilfe nach dem Jahrhundert-Erdbeben an. Henkel sprach von einem „deplatzierten Vergleich“. Wowereit habe einmal mehr gezeigt, dass er von den Problemen der Berliner meilenweit entfernt sei.

Das THW hat Berlin unterdessen Hilfe beim Räumen eisglatter Bürgersteige angeboten. Wenn Polizei oder Feuerwehr Hilfe anforderten, wäre die Organisation zum Einsatz bereit, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme am Donnerstag in der RBB-Abendschau.

SPD-Partei- und Fraktionschef Michael Müller forderte die Ordnungsämter auf, sich auf die Schneeräumpflicht zu konzentrieren und andere Aufgaben wie das Strafzettelschreiben hintenanzustellen. Müller regte zudem den freiwilligen Einsatz von Mitarbeitern aus dem Stellenpool an. Allerdings ist fraglich, wie viele Beschäftigte gegen eine Zulage beim Eiskratzen mitmachen. Die Vorbereitungen laufen allerdings schon, hieß es aus der Senatsfinanzverwaltung.

sz/sco