Das Brandenburgsiche Umweltministerium hat für große Teile des Landes die höchste Waldbrandgefahrenstufe verkündet. Im Zuge der Hitzewelle droht die Lage nach den Bränden bei Jüterbog vor wenigen Wochen erneut zu eskalieren. Der Waldbrandschutzbeauftragte, Raimund Engel, rechnet demnach "sicher" mit neuen Ausbrüchen. Das Potsdamer Ministerium rief die Bürger zur Vorsicht auf.
Nur in fünf Landkreisen wurde die Alarmbereitschaft noch nicht auf die höchste Stufe gestellt. Im Norden des Landes ist die Waldbrandgefahr demnach weniger akut. Dennoch gilt in Prignitz, Branim, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Uckermark die zweithöchste Warnstufe. Engel forderte von den Bürgern Brandenburgs, sich an die Brandschutzvorschriften zu halten.
Neun von 14 Landkreisen in höchster Alarmstufe: Brandschutzbeauftragter rechnet "sicher" mit Feuer
Rauchen im Wald und Grillen in Ufernähe sind demnach untersagt. Zudem wies Engel im Gespräch mit der "rbb"-Tochter "Antenne Brandenburg" daraufhin, nicht mit dem Auto in Waldareale vorzudringen, um mögliche Rettungswege für die Feuerwehr offen zu halten.
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Temperaturen, die deutlich über 30 Grad kletterten, sorgen in Verbindung mit anhaltender Trockenheit für die akute Bedrohungslage. Experten hatten schon vor Wochenfrist auf die sich zuspitzende Situation hingewiesen. Brandenburg gilt traditionell als Deutschlands Brandherd Nummer eins. Als Brandbeschleuniger treten häufig die großflächigen Kiefernwälder auf, die auf Brandenburgs sandigen Böden gedeihen.
Treten Waldbrände hier erstmal auf, besteht oft zusätzliches Gefahrenpotenziel. Denn in vielen Waldböden des Landes verbergen sich militärische Altlasten. Restbestände von Sprengmitteln und Munition aus der Vorwendezeit sind weit verstreut und behinderten zuletzt auch die Löscharbeiten in Jüterbog.
Am Samstag registrierten die Brandschutzbehörden die ersten beiden Ausbrüche. Die beiden Waldbrände in Märkisch-Buchholz und in der Gemeinde Höhenland waren laut Raimund Engel nicht unerwartet ausgebrochen. Zugute kommt den Brandbekämpfern derzeit noch die Windflaute, durch die Brände lokal einfacher einzugrenzen sind.



