Die Berliner Verkehrstriebe, die BVG, gehört mit knapp 14.000 Mitarbeitern zu einem der größten Arbeitgeber Berlins. Das traditionsreiche Unternehmen wurde bereits 1929 gegründet und beförderte im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Fahrgäste. Mit seinen insgesamt 3000 Fahrzeugen führt die BVG täglich bis zu 2,7 Millionen Fahrten durch. Die BVG ist der größte kommunale Verkehrsbetrieb Deutschlands.
Weitere Infos zum Unternehmen
Es war der damalige Stadtrat Ernst Reuter, der die konkurrierenden städtischen und privaten Nahverkehrsunternehmen unter dem Namen „Berliner Verkehrs-AG“ 1929 zusammenführte. Nur zehn Jahre später nannte sich die BVG in „Berliner Verkehrsbetriebe“ um und wurde zum Eigenbetrieb von Berlin. Die Abkürzung BVG hatte sich jedoch im Volksmund schon so festgesetzt, dass sie sich bis heute gehalten hat.
Nach der Teilung Berlins gründete sich 1949 eine eigene BVG-Verwaltung im Ostteil der Stadt, ab 1969 firmierte sie als VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB). Im Zuge der Deutschen Einheit fusionierten die BVG (West) und BVB (Ost) 1992 unter dem Namen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). 1994 wurde die BVG in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt.
Das Streckennetz der BVG - Ihre Fahrpläne
Das Liniennetz der BVG zählt zu den besten in Deutschland - mit Bus, U-Bahn, Tram und sogar Fähre kommen die Fahrgäste überall in Berlin hin. Für jede Art des Fortbewegungsmittels gibt es jeweils ein eigenes Streckennetz. Die BVG befördert rund um die Uhr Fahrgäste; an allen Tagen in der Woche. Für die Nachtfahrten existiert ein separates Nachtnetz.
Die Fahrplanauskunft der BVG bietet einen detaillierten Service zu aktuellen Fahrten in Berlin und Brandenburg an. Mit dieser Fahrinfo können Anfangs- und Wunschziel angegeben und die somit die schnellste Verbindung zum Wunschort minutengenau eingesehen werden.
Aktuelle Störungen, Baustellen und Fahrstühle
Auf der Homepage der Berliner Verkehrsbetriebe gibt es die Möglichkeit alle aktuellen Störungen und Baustellen einzusehen. Zudem gibt es die Möglichkeit sich per Email über Verkehrsmeldungen informieren zu lassen. Dazu muss sich Fahrgast vorab bei der BVG registrieren und danach die gewünschten Linien für die Information auswählen.
Die Seite Brokenlifts informiert zudem über alle Störungen im Fahrstuhlbereich des gesamten Verkehrsnetzes. Auch hier besteht von Seiten der BVG die Möglichkeit sich immer aktuell per Email über entwaige Störungen informieren zu lassen. Genauso informiert die BVG auch über ihren Twitter-Account über Störungen im Ablauf.
Verkaufstellen der BVG und Kundenzentren
In den BVG Verkaufsstellen können nicht nur Fahrscheine gekauft werden, dort erhält Fahrgast zudem auch eine persönliche Beratung zum BVG Abonnement, Informationen, Fahrplanauskünfte und vieles mehr. Zusätzlich bieten mehr als 330 private Agenturen (Kioske und Reisemärkte) im gesamten Stadtgebiet das BVG-Fahrscheinsortiment an. Über den Verkaufstellen-Finder können alle Verkausstellen der Stadt eingesehen werden. An jedem U-Bahn- und S-Bahnhof stehen zudem Ticket-Automaten bereit.
Die größten Kundenzentren der BVG befinden sich in folgenden Straßen:
- Holzmarktstraße 15, 10179
- Alexanderplatz, Zwischendeck Richtung U8
- Hermannplatz, in der Vorhalle der U8
- Köpenick -S-Bahnhof Köpenick, Elcknerplatz 1, 12555
- Zoologischer Garten, U-Bahnhof Zoologischer Garten, in der Vorhalle Richtung Hardenbergstraße
- Warschauer Straße, U-Bahnhof Warschauer Straße, in der Vorhalle
Mit den BVG-Fähren über Berliner Gewässer
Die Berliner Verkehrsbetriebe sind auch auf Wasser unterwegs: Die Fährlinien F10 (Wannsee - Alt-Kladow), F11 (Oberschönweide, Wilhelmstrand - Baumschulenstraße) und F12 (Wendenschloß, Müggelbergallee - Grünau, Wassersportallee) sind dabei ganzjährig unterwegs.
Hinzu kommen auch noch zwei Linien, die nur saisonal fahren: Auf der Linie F21 (Krampenburg - Schmöckwitz, Zum Seeblick) und F23 (Müggelwerder Weg - Rahnsdorf, Kruggasse) verkehren Katamarane von April bis November. Die kleinste der sechs BVG-Fähren ist die Ruderfähre F24 zwischen Spreewiesen und Rahnsdorf. Es ist Deutschlands einzige Ruderfähre. Eingesetzt wird das Ruderboot (Paule III). Es ist drei Meter lang und bietet Platz für acht Personen, auch Fahrräder werden befördert. Etwa 40 Mal am Tag setzt der Fährmann die 36 Meter über. Es existiert zwar ein Fahrplan, allerdings wird auch zu anderen Zeiten übergesetzt, sobald Personen an der Anlegestelle stehen. Das hatte sich seit 1911, als der Rahnsdorfer Fischer Richard Hilliges mit dem Fährbetrieb begann, nicht geändert.
Wlan an U-Bahnhöfen
Seit Anfang Juni verfügen 26 Berliner U-Bahnhöfe über ein kostenloses Wlan-Angebot. Bis Ende 2016 soll die Zahl auf 76 anwachsen. An welchen Bahnhöfen das Surfen möglich ist, ist in einer PDF-Karte der BVG eingezeichnet.
Die Nutzung des Wlan-Angebots ist unkompliziert und kommt ohne vorherige Anmeldung, Benutzernamen und Passwort aus. Einfach auf dem mobilen Gerät den Wlan-Empfang aktivieren, das Netz „BVG Wi-Fi“ auswählen und eine beliebige Webseite im Browser öffnen. Es erfolgt eine automatische Weiterleitung auf die Login-Seite mit den Nutzungsbedingungen. Nach deren Bestätigung ist das Gerät des Nutzers für den Dienst freigeschaltet: Im Bereich des „BVG Wi-Fi“ erfolgt bei aktiviertem Wlan-Empfang eine automatische Einwahl. Erst nach mehr als siebentägiger Nutzungspause müssen die Nutzungsbedingungen erneut akzeptiert und das Gerät so wieder für den Dienst registriert werden.
Häufige Fragen und Kontaktmöglichkeiten
Die BVG beantwortet auf ihrer Homepage einige der wichtigsten Fragen zu allen Angelegenheiten bezüglich ihres Personennahverkehrs. Zudem beantwortet auch das BVG Call Center Anfragen der Fahrgäste. Unter der Telefonnummer 030 19 44 9 ist dieses von Montag bis Sonntag zwischen 7 Uhr und 23 Uhr erreichbar. Auch per Email können Anfragen gestellt werden: info@bvg.de.
Berliner U-Bahn-Betreiber: Sind generell gut für Krisensituationen aufgestellt

weitere Videos
dmr




