Die Walpurgisnacht sei in Berlin „von überwiegend friedlichen Feiern gekennzeichnet“ gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Berliner Polizei. Aktionen von Gewalttätern hätten von den Beamten „eng begrenzt und schnell unterbunden“ werden können.

Bis Sonntagmorgen wurden insgesamt 58 Personen vorübergehend festgenommen und 13 Platzverweise erteilt. Ermittlungsverfahren wurden u. a. wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Bei den Einsätzen wurden nach Polizeiangaben von Sonntagmittag insgesamt 25 Berliner Beamte verletzt. Einer der Beamten erlitt ein Knalltrauma. Nur er musste seinen Dienst beenden. Insgesamt waren in der Walpurgisnacht rund 2700 Beamte im Einsatz.

Am Mauerpark in Prenzlauer Berg hatten in der Walpurgisnacht bis etwa 1 Uhr rund 1500 Menschen friedlich gefeiert. Für den Park galt auch in diesem Jahr ein Flaschen- und Dosenverbot.

Im Viktoriapark in Kreuzberg hatten sich bis zu 800 Personen versammelt. Hier musste die Polizei mehrfach einschreiten, weil ab etwa 22 Uhr immer wieder Feuer entfacht und Beamte mit Flaschen oder Feuerwerkskörpern beworfen wurden. Die Feuerwehr musste mehrere Feuerstellen löschen. Auch ein Wasserwerfer stand bereit, kam aber nicht zum Einsatz.

Schwerpunkt der Polizeieinsätze war am Vortag des 1. Mai der Wismarplatz in Friedrichshain. Dort wuchs die Zahl der Teilnehmer am Ende einer Kundgebung gegen 21 Uhr auf rund 1200 Menschen. Sie waren teilweise stark angetrunken. Aus einer Gruppe von 500 Personen wurden nach 22 Uhr Polizeibeamte mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Außerdem setzten die Randalierer ein Reizstoffsprühgerät ein. Gegen 23.30 Uhr wurde die Boxhagener Straße mit Gegenständen blockiert. Die Polizei griff aber nach eigenen Angaben überall konsequent durch und nahm mehrere Personen fest.

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