Alles neu macht der Mai! Nicht immer, denn der Tanz in den ersten Mai hat eine lange Tradition. Wer ihr auch in diesem Jahr frönen möchte, findet hier eine Auswahl an Berliner Clubs, Discos, Ballhäusern und Biergärten rund um das erste Wochenende im Mai. Während es in der Stadt am Freitag recht sportlich zugeht, steht der Sonnabend ganz im Zeichen von Musik und Tanz. Für gute Stimmung sorgen zahlreiche Veranstaltungen auch am Sonntag. Bootstouren, Vernissage und Oper laden zum Besuch ein, auf dem Programm steht natürlich auch die traditionelle Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes am Brandenburger Tor.
Freitag
Charlottenburg: Wer die Spieler von Hertha BSC bei ihrem Schaulaufen in der Zweiten Bundesliga noch einmal zusehen möchte, der muss sich beeilen. Die Spielzeit ist bald vorbei und der Fußballverein spielt in der kommenden Saison wieder erstklassig – Hertha steht bereits jetzt als einer der Aufsteiger fest. Um 18 Uhr empfängt die „alte Dame“ im Olympiastadion den TSV 1860 München.
Kreuzberg : Die Welt zu Gast bei Freunden in Berlin. Ab 19 Uhr geht es bei der 18. eSport-Bundesliga-Saison in der C-Halle dann aber nur virtuell um Fußball. Computerspiele stehen auf dem Programm. Die Spieler messen sich in Counter-Strike und FIFA 11. Einlass ist um 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Die Karten kosten an der Abendkasse 3 Euro. Columbiadamm 13, Tel: 69812814, U-Bahnhof Platz der Luftbrücke.
Sonnabend
Wilmersdorf: Ein Partynacht unter Volldampf inmitten von alten Maschinen. Ab 20 Uhr steigt in der Eventlocation Wasserwerk die große Sause. DJFrankieB. und Gast-DJ„Bow-tanic“ präsentieren bei der Ü30-Party bis in den frühen Morgen Songs zum Tanzen für ein generationsübergreifendes Publikum. Die Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro, an der Abendkasse 12Euro. Hohenzollerndamm 208a, Ecke Bundesallee, Tel: 4353535.
Friedrichshagen: Im neu eröffneten Biergarten der Bürgerbräu Brauerei wird ab 18 Uhr in den Mai getanzt – wer will, mit Blick über den Müggelsee. Das DJ-Team „StadtNeurose“ legt Musik zum Chillen auf, der Eintritt ist frei. Kind und Kegel sind willkommen. Neben Stockbrot lockt die Brauerei auch mit Wildschweinbraten. Müggelseedamm 164-166, Tel: 65075653.
Tiergarten: Im historischen Sudhaus sorgt ab 20 Uhr die Berliner Gruppe American Lowland Express für Tanzstimmung: Auf dem Programm steht Musik aus den 60er bis 90er-Jahren. Der Eintritt ist frei. Stromstraße 11-17, Tel: 22328256, U-Bahnhof Turmstraße.
Neukölln: Die Ankerklause bittet ab 21 Uhr zum Tanz. Olli Goolightly heizt den Gästen mit Disko-Trash und Club-Pop ein. Zwischendurch gibt es Hits aus den 80er-Jahren auf die Ohren. Der Eintritt kostet 3 Euro. Kottbusser Damm 104, Tel: 6935649, U-Bahnhof Schönleinstraße oder Kottbusser Tor.
Mitte: In der Kalkscheune tanzt der Ma-Baker-Club mit den Gästen ab 22 Uhr in den Mai. Tickets für die Trendparty kosten 8 Euro. Johannisstraße2, Tel: 5900434-0. Auch in Clärchens Ballhaus wird eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt: Ab 20 Uhr gibt es hier Schwof mit Tanzkapelle und DJ. Der Eintritt beträgt 4 Euro. Augustusstraße 24, Tel: 2829295.
Friedrichshain: Orientalische und asiatische Dancemusic erwartet die Gäste ab 22 Uhr im Radialsystem am Spreeufer. DJ Ipekcioglu sorgt für Stimmung. Vorher gibt Midori Seiler ein Violinenkonzert. Karten kosten 5Euro, das Kombiticket mit Konzert 14 Euro (ermäßigt 11 Euro). Holzmarktstraße 33, Tel: 28878850.
Kreuzberg: Party und Tanzen wird auch im Magnet Club groß geschrieben – über 20 DJs sorgen auf fünf Areas für Stimmung. Das Motto ist Programm: „Tanzen bis der Mai kommt“. Um 23 Uhr geht es los. Ein besonderes Bonbon: Das Ticket (ab 8 Euro im Vorverkauf) gilt für alle Clubs – Magnet, Comet, Lido, Festsaal Kreuzberg, My Name Is Barbarella, Falckensteinstraße48.
Treptow/Mitte: Mit einer nächtlichen Lichterfahrt durch die Hauptstadt läutet die Stern- und Kreis den Mai ein – Tanzen und Feiern inklusive. Wer die „Stern-Stunden“ miterleben möchte, kann das an drei Stellen tun: im Hafen Treptow (19 Uhr bis Mitternacht), Jannowitzbrücke (19.30 bis 23.30 Uhr) und Friedrichstraße/Am Weidendamm (20 bis 23 Uhr). Karten kosten 21 Euro. Die Tanzfahrt kann im Internet unter www.sternundkreisschifffahrt.de gebucht werden (Tel: 5363600).
Nikolassee: „20 Jahre Tanz in den Mai“ wird auf der Spinnerbrücke an der Avus (Ausfahrt Spanische Allee) gefeiert. Bei freiem Eintritt präsentieren 35 Aussteller auf 10.000 Quadratmetern alles, was die Herzen von Motorradfahrern höher schlagen lässt. Gastwirt Johannes Bernsteiner verspricht: „Alle Motorrad-Hersteller werden Probefahrten anbieten“. Für die Stimmung sorgen die „BackBeatBoys“ und die österreichische Kultband „Sumpfkröten“. Spanische Allee 180.
Prenzlauer Berg: In der Kulturbrauerei können Tanzwütige den lang ersehnten Frühling herbei tanzen. Die Walpurgisnacht dort ist schon legendär. Ab 22 Uhr können die Besucher auf dem Hof ein Lagerfeuer, Stelzenläufer, Artisten und Jongleure erwarten. Doch es wird nicht nur mit dem Feuer gespielt, sondern Indoor auch mächtig gerockt. Über 20 DJs heizen den Besuchern auf acht Floors ein. Beginn und Einlass ist um 22Uhr. Um 8Uhr geht dann am Sonntag spätestens das Licht an. Eintritt kostet 10 Euro. Für alle Hexer und Hexen ist das Event kostenlos.
Reinickendorf: Im Café Zum Hangar (gleich neben dem Flughafen Tegel) schafft Gastronom Alexander Raatz extra Platz für den traditionellen Tanz. Ab 20 Uhr legt hier der DJ Ivo P. auf – für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe. Der Eintritt ist frei. Kurt-Schumacher-Damm 42-44, Tel: 41199846, U-Bahnhof Kurt-Schumacher Platz.
Zehlendorf: Foxtrott oder Walzer – bei der Tanz-in-den-Mai-Party im Haus Nansen kommt jeder auf seine Kosten. Berliner Str.11, Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 15 Euro (Begrüßungsgetränk inklusive).
Spandau: In diesem Jahr findet die Walpurgisnacht auf der Zitadelle Spandau statt. Das Motto: „Der Frühling ist da!“. Ab 17 Uhr wird am Juliusturm 64 dann in den Mai getanzt.
Sonntag, 1. Mai
Mitte: Ab 10 Uhr gehen Mitglieder und Freunde des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf die Straße. Dann geht es per Motorrad, Fahrrad, auf Inline-Skatern oder zu Fuß zum Brandenburger Tor. Dort findet dann voraussichtlich ab 11.30 Uhr die traditionelle Mai-Kundgebung statt. Mit von der Partie sind dann auch Sängerin Nina Hagen und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).
Mitte: Wehe, wirre, wunderliche Worte. Der Schauspieler Ulrich Tukur will sich eine Welt ohne Poesie besser nicht ausmalen – und stellt seine liebste Liebeslyrik um 18 Uhr im Renaissance-Theater in Berlin vor. Der Eintritt kostet 16 Euro, ermäßigt 12 Euro. Knesebeckstraße 100, Ecke Hardenbergstraße, Tel: 3124202, U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz.
Kreuzberg: Auf 15 Bühnen wird das traditionelle MyFest in Kreuzberg gefeiert. Das Multi-Kulti-Fest geht vom Kottbusser Tor, über die Oranienstraße bis zum Mariannenplatz – viel Platz für ausgelassene Stimmung. Der Verkauf und das Mitbringen von Glasflasche und Dosen ist allerdings verboten – sicher ist sicher. Termine und Bühnen unter www.myfest36.de
Wedding: Die Kolonie Wedding ist eine Zusammenschluss von Kunstprojekträumen im Soldiner Kiez. Geboten wird ein großes Spektrum zeitgenössischer Kunst. Am Gallery Wochenende gibt es hier zehn Vernissagen bei einem geführten Rundgang. Soldiner Straße 92, geführte Tour um 14.30 Uhr, Treffpunkt an der Prinzenallee bei wortwedding, Infos unter www.kolonewedding.de .
Neukölln: Kann man unter Wasser singen? Die Komponistin Susanne Stelzenbach interpretiert im Stadtbad Neukölln Klänge aus der Tiefe. Die Uraufführung findet um 22 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 20 Euro (inklusive Essen und Trinken). Ganghoferstraße 3, Tel: 68249812, U-Bahnhof Karl-Marx-Straße.
Neukölln: Die 46. Maientage locken. 70 Schausteller präsentieren bei dem Familienfest im Volkspark Hasenheide von 14 bis 23 Uhr ihre Fahrgeschäfte. Der Eintritt ist frei.
Spandau: Von 10.30 bis 17 Uhr geht es mit der Freizeitstätte Aalemannufer auf Kräuterhexen-Exkursion ins Briesetal. Denn von der Natur gibt es viel zu lernen und das Briesetal geheimnisvoll. Eine Voranmeldung ist unter Tel: 01773363367 dringend erforderlich. Treffpunkt für die Exkursions-Teilnehmer ist der Parkplatz Stabholzgarten.
Zehlendorf: „Ruff uff'n Rummel.“ Der Kleine Historische Jahrmarkt öffnet um 11Uhr für Besucher. Die nostalgischen Fahrgeschäfte, Reptilien-Ausstellungen und Artisten sollen Jung und Alt gleichermaßen Spaß machen. Königin-Luise-Straße 49.




