Laura Kensbock liebt es, ihre Kunden nach dem Lockdown wieder zu überraschen. Wer die Schaufenster des „brands ‘n mind Store Berlin“ am Kurfürstendamm 65 erblickt, weiß noch nicht, was ihn im Inneren erwartet: ein eleganter Showroom, in dem exklusive Bekleidungs-, Möbel- und Accessoire-Marken ausgestellt sind. Marketing-Expertin Kensbock und ihr Chef Martin Rebholz entwickeln immer wieder neue Ideen, um die Produkte ins rechte Licht zu Rücken. „Wer hineinkommt, ist erst einmal erstaunt über die digitalen Bildschirme an den Wänden und den Duft des Parfums, das wir im Laden versprühen. Draußen sieht man davon nicht viel“, sagt Kensbock.

Der Concept-Store, der Anfang 2019 eröffnete und einen weiteren Standort im Einkaufszentrum Bikini Berlin hat, wird immer bekannter. Aufgrund der Corona-Krise gab es auch schwierige Phasen. Eigentlich ist es Kensbocks Ziel, kleinere Marken auszustellen und ihnen eine Plattform für den Verkauf anzubieten - sie wechseln nach einigen Monaten. „Wir mussten aber mit ansehen, wie immer mehr dieser Marken verschwanden, weil sie die Pandemie überlebt haben. Das hat mir das Herz gebrochen“, sagt Kensbock. Die Designer findet sie meist online, sucht dafür die sozialen Netzwerke ab. Einige Seiten auf Facebook oder Instagram seien irgendwann einfach nicht mehr da gewesen, erzählt sie.

Ausstellung „Film Stills - Kinos im Lockdown“ Ende August geplant

Dem „brands ‘n mind Store Berlin“ ginge es jedoch vergleichsweise gut, da sich mehrere Investoren daran beteiligen. Mitarbeiter mussten nicht entlassen werden. „Das liegt auch daran, dass mein Chef Martin sich dafür eingesetzt hat, dass während der Corona-Krise niemand entlassen werden muss. Im Vordergrund stand nicht der Umsatz, sondern das Personal. Zum Jahreswechsel konnten wir sogar einen weiteren Mitarbeiter einstellen“, so Kensbock. Es gibt weitere Anlässe zur Hoffnung: In den vergangenen Wochen sei am Kudamm endlich wieder viel los gewesen, erzählt sie.

Und auch die Ausstellungen und Veranstaltungen, die zum Konzept des Ladens gehören, können nach einigen Rückschlägen endlich realisiert werden. So wird die Ausstellung „Film Stills - Kinos im Lockdown“ des Fotografen Beat Presser ab dem 20. August im „brands ‘n mind Store Berlin“ im Bikini zu sehen sein.