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Einlagensicherung: Bankkunden werden schneller entschädigt

Die Auszahlfrist der gesetzlichen Einlagensicherung wurde von 20 auf 7 Tage gekürzt

Bankkunden werden ab dem 1. Juni 2016 schneller entschädigt, falls ihre Bank Insolvenz anmeldet.

Bankkunden werden ab dem 1. Juni 2016 schneller entschädigt, falls ihre Bank Insolvenz anmeldet.

Foto: iStock

Berlin. Gerät eine Bank oder ein Wertpapierhandelsunternehmen in Zahlungsschwierigkeiten, schützen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung das Guthaben und Forderungen ihrer Kunden. Mit der Verkürzung der Auszahlfrist setzen die deutschen Sicherungssysteme jetzt die Vorgaben der europäischen Einlagensicherungsrichtlinie um.

Kunden erhalten schneller ihr Geld bei einer Bankinsolvenz zurück

In der gesetzlichen Einlagensicherung haben Sparer gegen das Sicherungssystem einen Anspruch auf Erstattung ihrer Einlagen bis zu 100.000 Euro. Dafür maßgeblich ist das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG). Jede Bank, die eine Vollbankerlaubnis hat, ist automatisch – kraft Gesetzes – Mitglied in einem Einlagensicherungssystem.

Wenn die Finanzaufsicht einen Entschädigungsfall bei einem Kreditinstitut feststellt, erfolgt die Auszahlung innerhalb dieser Frist automatisch. In den EU-Staaten sind laut EU-Richtlinie im Pleitefall Einlagen in Höhe von maximal 100 000 Euro pro Anleger geschützt.

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Der Einlagenschutz umfasst alle Spar-, Termin- und Sichteinlagen, d. h. Sparbücher, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Girokonten, sowie die auf einen Kundennamen ausgestellten Sparbriefe. Für eine Sicherung von Wertpapieren durch die Einlagensicherung besteht kein Anlass. Die Inhalte des Wertpapierdepots bleiben stets im Eigentum des Kunden. Sie werden vom depotführenden Institut lediglich verwahrt.

Aber: Schuldverschreibungen eines Kreditinstitutes (wie Inhaberschuldverschreibungen oder Zertifikate) werden von der gesetzlichen Einlagensicherung nicht abgedeckt.