Krisenhilfe

EZB senkt Leitzins im Euro-Raum auf Rekordtief

Um den trüben Konjunkturaussichten entgegenzuwirken, reagiert die EZB: Der Leitzins wird um 25 Basispunkte auf ein Prozent gesenkt.

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Die Zinsen im Euro-Raum fallen auf das Rekordtief von 1,0 Prozent. Zur Stützung der von Staatsschulden- und Finanzkrise schwer belasteten Wirtschaft verringerte die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte.

Einige Volkswirte hatten sogar gefordert, dass die Notenbank die Zinsschraube noch beherzter lockert. Bereits im November war der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft im Euro-Raum mit Zentralbankgeld um 0,25 Punkte zurückgenommen worden.

Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite. Das erleichtert Unternehmen Investitionen und kann die Konsumfreude von Verbrauchern steigern – beides kurbelt die Konjunktur an. Zugleich befeuern niedrige Zinsen aber die Inflation, die zuletzt weiter deutlich über dem Zielwert der EZB von knapp zwei Prozent lag.

Im November hatte die jährliche Teuerungsrate in den 17 Eurostaaten bei 3,0 Prozent gelegen. Experten sind sich aber einig, dass der Höhepunkt überschritten ist und der Preisdruck nun stetig abnehmen wird.