Starinvestor

Buffett verlangt höhere Steuern für Superreiche

Warren Buffett kritisiert das Steuersystem der USA. Er und seine Freunde seien lange genug vom milliardärsfreundlichen Kongress "verhätschelt" worden.

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Zum Abbau der hohen Staatsverschuldung in den USA hat der Milliardär und Starinvestor Warren Buffett höhere Steuern für Superreiche gefordert. "Es ist an der Zeit für unsere Regierung, dass sie Ernst macht mit den gemeinsamen Opfern", schrieb der 80-Jährige in einem Kommentar in der "New York Times". Seine Freunde und er seien lange genug von einem milliardärsfreundlichen Kongress "verhätschelt" worden.

Buffett ist Chef der Investmentfirma Berkshire Hathaway und einer der reichsten Männer Welt. Im vergangenen Jahr zahlte er 6.938.744 Dollar Steuern. "Das hört sich nach viel Geld an. Aber es entspricht lediglich 17,4 Prozent meines versteuerbaren Einkommens - und das ist sogar ein geringerer Prozentsatz als ihn jeder andere der 20 Mitarbeiter in unserem Büro zahlte", schrieb Buffett.

Deren Sätze lägen zwischen 33 und 41 Prozent. Kritikern entgegnete er, höhere Steuersätze für Superreiche würden Investitionen nicht abwürgen. "Menschen investieren, um Geld zu machen, und mögliche Steuern haben sie noch nie abgeschreckt."

Erst Ende vergangener Woche führte Italien eine Reichensteuer ein. Die Italiener nennen sie Solidaritätssteuer. Sie soll für Italiener mit einem Jahreseinkommen über 90.000 Euro bei fünf Prozent liegen. Bei einem Einkommen über 150.000 Euro werden zehn Prozent verlangt. Die Steuer auf Finanzerträge steigt auf 20 Prozent von derzeit 12,5 Prozent.