Frühere Studien hatten gezeigt, dass das Längenverhältnis von Ring- und Zeigefinger ein Maß dafür ist, wie stark ein Fötus während der Schwangerschaft männlichen Sexualhormonen ausgesetzt war. Dies wirke sich auf das sich entwickelnde Gehirn aus, schreibt das Team um John Coates von der Universität Cambridge im Journal "PNAS".

Es hatte die Finger der rechten Hand von 44 männlichen Brokern gemessen, deren Job schnelle Entscheidungen und Reaktionen erfordert. Die Fingerdaten verglichen die Forscher mit Gewinnen und Verlusten der Börsianer in den vergangenen 20 Monaten.

Ein langer Ringfinger sagte einen höheren längerfristigen Erfolg voraus, ebenso eine längere Verweildauer im Job. Dies lege nahe, dass Androgene auch Konzentration und jene Reflexe verbessern, die nötig sind, um Preise zu verfolgen und einen Handel schnell abzuschließen.

dpa/cl