Peking – Es ist doch fast alles Gold, was in China glänzt.

Zum drittenmal in Folge, seit das Reich der Mitte 2007 erstmals Südafrika bei der Goldförderung überholte und zum größten Goldproduzenten der Welt wurde, meldet Peking auch 2009 einen neuen Rekord bei der Herstellung des seltenen Metalls.

Fast 314 Tonnen holte China 2009 aus seinen Erzgruben. Der Ausstoß stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,3 Prozent und damit schneller als das Wirtschaftswachstum (8,7 Prozent).

Als Krisengewinnler stieg der Produktionswert von Chinas Goldförderung gleich um 18,6 Prozent. Die erst in den neunziger Jahren wiedereröffnete Goldbörse in Shanghai durchbrach 2009 mit dem Handel von 4706 Tonnen Gold die Schallgrenze von 100 Milliarden Euro Umsatz.

China hat 700 offiziell registrierte Gold-Produzenten. Zehntausende Goldsucher versuchen im Nordwesten ihr Glück als illegale Goldschürfer. Nur als Goldverbraucher sind die Chinesen noch nicht Spitze. Da führen die Inder die Liste an.

Johnny Erling