Für Pelletheizer wird es gerade ungemütlich: Die Preise für den Brennstoff sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Gleichzeitig rückt die Heizsaison näher. Wer sein Lager noch nicht gefüllt hat, steht deshalb vor einer unangenehmen Entscheidung: Jetzt trotz der hohen Pelletpreise bestellen – oder darauf hoffen, dass Pellets bald wieder günstiger werden?
Pellets jetzt kaufen oder warten? Das raten Experten
„Jetzt würde ich nur in dem Fall Pellets bestellen, wenn ich dringenden Bedarf hätte, sprich, sich das Lager schon weitgehend geleert hat“, sagt Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). „Die aktuellen Pelletpreise ausgangs September sind außergewöhnlich hoch, was aber nicht an ihrer Kopplung an fossile Energieträger wie Öl oder Gas liegt, sondern an der schwachen Baukonjunktur.“
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Der Grund: Entscheidend für den Pelletpreis ist vor allem die Verfügbarkeit des Rohstoffs. Pellets werden zu einem großen Teil aus Restholz wie Sägespänen und Hackschnitzeln hergestellt, die bei der Verarbeitung von Bauholz anfallen. Weil die Baukonjunktur schwach ist, wird weniger Holz eingesägt – entsprechend fällt auch weniger Restholz für die Pelletproduktion an. „Auch der Bauholzexport vor allem nach Übersee ist schwach und daher kein Katalysator für einen höheren Holzeinschnitt“, so Bentele. „Der Absatz der Hauptprodukte am Holzmarkt ist entscheidend für die Höhe der Pelletproduktion und auch für den Preis.“

Eine schnelle Entspannung ist derzeit nicht absehbar. „Die Voraussetzungen hinsichtlich der Restholzverfügbarkeit zeigen aktuell keine Anzeichen für eine wesentliche Veränderung“, sagt Bentele. Zwar könnte zusätzlich anfallendes Schadholz für mehr verfügbares Holz sorgen. Denn nach dem trockenen Sommer könnten mehr geschädigte Bäume auf den Markt kommen. Ob das tatsächlich in größerem Umfang passiert, sei aber offen. Auf einen solchen Effekt sollten Verbraucher deshalb nicht bauen, empfiehlt der Experte.
Pelletspreise: Wann ist der beste Zeitpunkt für den Pelletkauf?
Wer seinen Pelletkauf planen kann, sollte das möglichst nicht erst kurz vor Beginn der Heizsaison tun. Bentele empfiehlt, das Lager grundsätzlich im Sommer aufzufüllen. „Es ist schon immer sinnvoll, das Pelletlager im Sommer aufzufüllen. Daran haben auch Jahre mit einem im Winter niedrigen Pelletpreis nichts geändert“, sagt er.
Der Hintergrund: Pellets sollten möglichst dann gekauft werden, wenn ausreichend Holz und damit auch ausreichend Rohstoff für ihre Herstellung vorhanden ist. Im Sommer ist die Nachfrage zudem geringer als während der Heizsaison. Wer den Kauf auf den Herbst oder Winter verschiebt, geht deshalb ein gewisses Preisrisiko ein. Ein günstiger Winterpreis ist zwar möglich, darauf verlassen können sich Verbraucher aber nicht.
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Nicht nur der Zeitpunkt, auch die Wahl des Händlers kann eine Rolle spielen. „Zusätzlich würde ich dazu raten, kontinuierlich bei einem Händler ‚des Vertrauens‘ vor Ort einzukaufen, am besten, wenn er das für hohe Qualität stehende ENplus-Zertifikat für seine Pellets nutzt“, sagt Bentele. Das soll unter anderem sicherstellen, dass die Pellets bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen.
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Ein fester Ansprechpartner hat aus seiner Sicht noch einen weiteren Vorteil: Verbraucher können sich über die Entwicklung des Marktes informieren und müssen nicht bei jedem Kauf selbst einschätzen, ob gerade ein guter Zeitpunkt gekommen ist. „Dort bekommt der Kunde gute Qualität und zeitnah Ratschläge, wie der aktuelle Markt verläuft und wie er sich am besten verhält“, sagt Bentele.






