Deutschland spart sich das Tanken – im besten Fall. Wer kann, lässt angesichts der nach oben schnellenden Spritpreise das eigene Fahrzeug besser stehen. Doch man muss sich ehrlich machen. Besonders in ländlichen Regionen sind viele Menschen auf das Auto angewiesen. Und da bleibt mit Blick auf die neuerlichen Rekordpreise bei Diesel und Benzin nur die Erkenntnis, dass ein immer größerer Teil des eigenen Einkommens dafür draufgeht, zur Arbeit zu kommen. Das ist bitter.
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Und die Politik? Die kreiste zuletzt vor allem um sich selbst. Der Schock nach der Sachsen-Anhalt-Wahl hat bei Kanzler Friedrich Merz (CDU) lediglich erneut zu der Einsicht geführt, er müsse seine Politik besser und emotionaler erklären. Und die SPD zerlegt wahlweise eigenes Spitzenpersonal oder bohrt bereits geeinte Beschlüsse (Krankschreibung ab Tag eins) wieder auf. Was insgesamt keinen guten Eindruck macht.
Spritpreise: Zwölf-Uhr-Regel erhöht Tankkosten statt zu sparen
Dabei könnten Bundesregierung und Koalition in Berlin jetzt eigene Handlungsfähigkeit beweisen. Es muss ja nicht gleich ein neuer Tankrabatt sein. Aber zumindest wäre es möglich, die unsinnige Zwölf-Uhr-Regel endlich wieder einzukassieren. Hinlänglich bewiesen ist, dass dieses Instrument eher schädlich ist.

Experten hatten seit Längerem beobachtet, dass die Vorgabe für Tankstellenbetreiber, Preise nur noch einmal am Tag erhöhen zu dürfen, zu weniger Wettbewerb führt und die Kosten für Autofahrer weiter erhöht, statt sie zu senken. Schnellstmöglich gehört die Regel jetzt in den Papierkorb. Und klar: Neue, akute Entlastungen wünscht sich jeder Autofahrer. Damit rechnen sollte man im Moment aber nicht.




