Was für ein erstaunlicher Wandel. Eben noch drohten die Mahner, in der Debatte über den Einsatz Künstlicher Intelligenz als Feinde des Fortschritts unterzugehen. Jetzt plötzlich schwenken Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic) und Elon Musk (Grok bei SpaceX) um und warnen auch vor den Gefahren. Die Treiber der Technologie plötzlich als ihre Bremser? Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, bietet aber eine große Chance.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
Abonnieren Sie kostenlos den Wirtschafts-Newsletter der Berliner Morgenpost
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Bisher sind die drei vor allem durch den Ehrgeiz aufgefallen, die Welt zu verändern, immer bessere, immer schnellere KI-Systeme zu entwickeln, die anderen auszustechen. Schließlich geht es auch ums Geldverdienen. Noch ist KI vor allem eine Multimilliarden-Wette auf künftige Gewinne. Offenbar fürchten ihre Schöpfer jetzt, dass das, was sie herbeigerufen haben, zu zerstörerisch sein könnte. Die Technologie läuft in Teilen aus dem Ruder, greift eigenständig fremde Firmen an. Solch schlechte Nachrichten bremsen das Geschäft. Anthropic verschiebt deshalb auch den Börsengang.
Auch interessant
KI: Auch über die Gefahren müssen wir sprechen
So hängt über der Warnung ein Hauch von PR. Dass die drei Firmenlenker laut über die Gefahren reden, ist dennoch gut. Es befeuert die Debatte darüber, wie wir die neue Technologie einsetzen, was wir zulassen wollen. Das kam bisher zu kurz.

KI wird nicht verschwinden, dafür sind die Vorteile zu groß. Die drei US-KI-Granden könnten einfach den Stecker ziehen, langsamer entwickeln, ungefährliche Produkte liefern. Aber dann käme wahrscheinlich jemand, der lieber auf Tempo setzte und überholte. Deshalb sind allgemeine, internationale Regeln für KI nötig. Jetzt wäre die Zeit, sie festzulegen.





