Personalausweis, Führerschein und Krankenkassenkarte: All das soll ab Januar nächsten Jahres nicht mehr nur in der Brieftasche stecken. Sonder in digitaler Form auch im Smartphone. So wollen es Digitalminister Karsten Wildberger und die Bundesregierung. Die Entwicklung der dafür notwendigen App haben sie nicht etwa den Tech-Giganten überlassen, sondern es einfach selbst getan. Gut so!

Nina Noire Kugler trägt einen grünen Nadelstreifenanzug und hat kurze, braune Haare.
Nina Noire Kugler, Redakteurin im Ressort Wirtschaft und Politik.© FUNKE Foto Services | Sergej Glanze

Es stimmt: Die digitale Brieftasche, die sogenannte d-you, ist kein Selbstläufer. Viel wurde im Vorhinein versprochen, nicht alles konnte bisher gehalten werden. Und auch die Bundesregierung muss, genauso wie IT-Unternehmen, das Vertrauen der Kunden beziehungsweise Bürger erst einmal gewinnen. Denn schließlich sollen in der „d-you“ allerhand sensible Daten stecken.

Extreme Datensparsamkeit, höchste IT‑Sicherheit, leichte Nutzbarkeit: Ob die Bundesregierung all diese Versprechungen, die sie selbst für die App gegeben hat, auch einhalten kann, wird sich ab dem 2. Januar 2027 zeigen. Ab dann soll „d-you“ einsatzbereit sein.

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Doch auch wenn bei der Entwicklung der App nicht alles ganz rund lief und auch jetzt, zum offiziellen Start, noch nicht alle Funktionen direkt freigeschaltet sein werden – ich bin froh, dass meine Daten nicht etwa bei Mark Zuckerbergs Meta oder Jeff Bezos’ Amazon gelandet sind. Sondern eben beim deutschen Staat. Dass Deutschland und Europa die Notwendigkeit der Datendigitalisierung erkannt haben und ihren Bürgern diesen wichtigen Service bieten. Jetzt müssen Wildberger und Co. nur aufpassen, dass sie das Vorschussvertrauen in „d-you“ nicht durch eine minderwertige App verspielen.