In der bisher größten Finanzierungsrunde in Europa hat das französische Start-up Mistral, das sich auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert hat, drei Milliarden Euro eingesammelt. Durch die sogenannte Series-D-Runde steigt die Bewertung des erst vor drei Jahren gegründeten Unternehmens auf über 21 Milliarden Euro – die bislang größte Eigenkapitalfinanzierung eines europäischen Technologieunternehmens überhaupt. Mistral will sich damit gegen US-Schwergewichte wie OpenAI, Google und Anthropic behaupten.

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Mistral AI: Europas letzte Chance auf souveräne KI?
KI Köpfe
 

„Wir sehen, dass es eine Nachfrage von souveräner europäischer KI gibt“, sagt Christian Miele im FUNKE-Podcast „KI Köpfe“ mit Paul Elvers. Miele ist einer der Investoren von Mistral. Zwar hätten die Big Player aus den USA wie OpenAI Mistral gegenüber noch Vorteile, so Miele. „Aber wenn wir auf den europäischen Kontinent und unsere eigenen Interessen schauen, dann ist Mistral momentan wahrscheinlich einer der wichtigsten Bausteine, die wir in Europa haben. Und deswegen sollten wir auch kollektiv Mistral unterstützen.“

Zum Vergleich: Branchenprimus OpenAI, der unter anderem ChatGPT entwickelt hat, wurde in seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet. Mistral positioniert sich im Schatten der US-Giganten jedoch bewusst als europäischer Gegenentwurf: Während Konkurrenten wie OpenAI überwiegend auf geschlossene Ökosysteme setzen, fokussieren sich die Pariser auf quelloffene „Open Weight“-Modelle, die eine technologische Souveränität ermöglichen sollen. Kunden sollen modernste KI nutzen können, ohne die Kontrolle über ihre Recheninfrastruktur oder vertrauliche Geschäftsdaten an US-Konzerne abzutreten. nku mit dpa