Nach mehreren Hitzewellen diesen Sommer kühlt sich Deutschland diese Woche nun endlich etwas runter. Nicht nur Bewohner von Dachgeschosswohnungen haben diese kühleren Temperaturen herbeigesehnt. Wenn es tage- oder wochenlang über 30 Grad hat, heizt jede Wohnung auf. Da hilft dann auch Durchlüften nicht mehr viel: Man schwitzt und leidet in der eigenen Wohnung. Und manch einer träumt von einer Klimaanlage.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Doch der Einbau einer Klimaanlage in Mietwohnungen war bislang nur möglich, wenn der Eigentümer dem zustimmte. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will das nun ändern. Die SPD-Politikerin will entsprechende Gesetze reformieren, damit Mieterinnen und Mieter künftig selbstbestimmt über den Einbau von Klimaanlagen und Sonnenblenden an den Fenstern entscheiden können. Für beide Seiten – Mieter und Vermieter – sollen „praktikable Regelungen“ geschaffen werden, kündigte Hubig jetzt an. Gut so! Diese Gesetzesreform könnte unzähligen Mietern im ganzen Land das Leben enorm erleichtern.

Nina Noire Kugler trägt einen grünen Nadelstreifenanzug und hat kurze, braune Haare.
Nina Noire Kugler, Redakteurin im Ressort Wirtschaft und Politik.© FUNKE Foto Services | Sergej Glanze

Besonders zu begrüßen ist, dass Hubig den vereinfachten Einbau von Klimaanlagen in Mietwohnungen nur als einen Baustein von vielen begreift. Sie sagt, dass ein besserer Schutz vor den Folgen des Klimawandels insgesamt zu einem Schwerpunktthema der Politik werden müsse.

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Blickt man auf die ausgetrockneten Flüsse oder brennenden Wälder in Deutschland und Europa, bleibt nur zu hoffen, dass dieses Versprechen mehr ist als ein bloßes Lippenbekenntnis. Und dass den Worten alsbald Taten folgen werden. Denn eins ist klar: Auch heruntergekühlte Wohnungen halten den Klimawandel nicht auf.