Die Minijobs sollten für bestimmte Gruppen erhalten bleiben. Dazu gehören Schüler, Studenten, aber auch Rentner. Bei ersteren ist klar, dass sie ohnehin nur nebenbei arbeiten können. Für letztere sind Minijobs ein wirksames Instrument gegen Altersarmut. Bei allen anderen Alters- und Berufsgruppen wäre ein Abbau dieser Subvention ökonomisch sinnvoll.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Ihren Zweck haben die geringfügigen Beschäftigungen nie erfüllt. Sie sollten für Arbeitslose zu einer Brücke in den Arbeitsmarkt werden. Aber Studien zeigen, dass die Minijobs den Aufbau von hunderttausenden sozialversicherungspflichtigen Stellen verhindert haben.

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Minijobs: Söder vergisst Wesentliches

Auch viele Arbeitgeber schätzen Minijobs, halten sie den Laden doch in einigen Branchen erst am Laufen. In der Gastronomie, im Handel oder auch in der Landwirtschaft sind sie fester Bestandteil der kalkulierten Arbeitskosten. Insofern macht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder durchaus einen Punkt in seiner Ablehnung einer Abschaffung der Minijobs. 

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Jedoch werden Arbeitgeber und Beschäftigte zulasten der Sozialkassen durch geringe Abgaben gefördert. Das ist aus zwei Gründen fragwürdig. Erstens steht die Sozialversicherung finanziell ziemlich schlecht da. Jeder zusätzliche Beitrags-Euro ist daher willkommen. Zweitens gibt es nach wie vor einen Mangel an Arbeitskräften.

Korrespondent Wolfgang Mulke Kommentarfoto
Wolfgang Mulke ist Wirtschaftskorrespondent.© privat | Privat

Daher sollten alle Möglichkeiten zur Ausweitung der geleisteten Arbeitsstunden auch genutzt werden. Die Zehn-Stunden-Woche der Minijobber passt da nicht ins Bild. Liebgewonnene Subventionen lassen sich bekanntlich nur schwer wieder streichen. Hier sollte es mit Ausnahmen endlich einmal gelingen.