Der von Elon Musk geführte Autokonzern Tesla hat erstmals ein Jahr mit einem Umsatzrückgang beendet. Teslas Erlöse sanken 2025 um rund drei Prozent auf rund 94,8 Milliarden US-Dollar, wie der Elektroauto-Hersteller am Mittwoch mitteilte. Der Jahresgewinn fiel demnach um 46 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Dollar. Die gesunkene Zahl ausgelieferter Tesla-Autos erklären sich Beobachter auch mit Musks politischem Engagement für US-Präsident Donald Trump im letzten Jahr.
Tesla verbuchte 2025 den zweiten jährlichen Rückgang der Auslieferungen in Folge. Sie sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht. 2024 hatte der Umsatz trotz der niedrigeren Auslieferungen noch um ein Prozent zugelegt.

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Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres sanken die Tesla-Auslieferungen um rund 15 Prozent. Im dritten Quartal trieb die Torschlusspanik vor dem Auslaufen der US-Elektroautoprämie Ende September den Absatz zwischendurch auf ein Rekordhoch. Im Vierteljahr darauf folgte dann die Quittung mit dem nächsten Rückgang.
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Elon Musk setzt bei Tesla auf Robotaxis und Roboter
Das schlug sich auch in der Bilanz nieder. Der Umsatz fiel im vierten Quartal im Jahresvergleich um drei Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar und der Gewinn sackte um 61 Prozent auf 840 Millionen Dollar ab. Firmenchef Elon Musk spielt allerdings die Bedeutung des Autoverkaufs für Tesla herunter und behauptet, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegen werde. In beiden Bereichen steht Tesla erst am Anfang und trifft auf starke Konkurrenz.
So hat Tesla bisher nur ein paar Dutzend Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz, die zumeist von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet werden. Die Google-Schwesterfirma Waymo betreibt unterdessen mehr als 2.500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten und ist auf Expansionskurs.
Tesla stellt Produktion von Modellen S und X ein
Um Platz für die Produktion von Robotern zu schaffen, stellt Tesla nun seine größeren Elektroauto-Modelle S und X ein. Besitzer der Wagen würden über die Lebenszeit der Fahrzeuge weiterhin technische Unterstützung bekommen, versicherte Tesla-Chef Musk in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Produktion der beiden Modelle solle aber im kommenden Quartal auslaufen.

Das 2012 eingeführte Model S war das erste komplett im eigenen Haus entwickelte Fahrzeug von Tesla. Es begründete den Ruf der Firma als Hersteller von Elektroautos, die mit guter Reichweite, Geschwindigkeit und attraktivem Design gegen die damals auf dem Markt dominierenden Wagen mit Verbrennermotoren bestehen können. Das Model X mit den markanten Flügeltüren folgte 2015. Danach wurden die beiden Modellreihen immer mal wieder aufgefrischt. Inzwischen machen die neueren Fahrzeuge Model 3 und Model Y den Großteil des Tesla-Geschäfts aus: Im vergangenen Jahr entfielen auf sie fast 97 Prozent der Auslieferungen.
Auf den bisherigen Produktionslinien für Model S und X sollen künftig die humanoiden Roboter von Tesla mit dem Namen Optimus gebaut werden. Musk hatte jüngst in Aussicht gestellt, sie bis Ende kommenden Jahres in den Verkauf bringen zu wollen.
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Wegfall des Handels mit Emissionszertifikaten trifft Tesla
US-Präsident Donald Trump sorgte unterdessen nicht nur dafür, dass die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos auslief, sondern entzog Tesla mit dem Aushöhlen der Regeln zum CO2-Ausstoß auch eine verlässliche Geldquelle: Einnahmen aus dem Handel mit Emissionszertifikaten.
In den vergangenen Jahren hatte Tesla die Gewinnsituation mit dem Verkauf der Verschmutzungsrechte immer wieder ordentlich aufgebessert. Doch nun sind andere Autobauer weniger daran interessiert. Teslas Erlöse aus dem Zertifikatehandel fielen im vergangenen Quartal auf 542 Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2024 waren es noch 692 Millionen Dollar gewesen - und 2,76 Milliarden Dollar im gesamten Jahr.
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Musk verlor viele Kunden durch Trump-Unterstützung
Das Jahr 2025 lief für Tesla holperig. In den ersten Monaten war Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und brüstete sich unter anderem damit, die Entwicklungshilfe-Behörde „in den Holzhäcksler“ geworfen zu haben.
Musk und Trump gingen im Frühsommer im Streit auseinander, was der Präsident mit der Abschaffung der Elektroauto-Prämie erklärte. Musk bestritt das. Inzwischen vertragen sich die beiden wieder. Wegen Musks Auftreten und seiner politischen Ansichten wandte sich ein Teil der potenziellen Tesla-Käufer ab. Zu Jahresbeginn wurde Tesla zudem vom Modellwechsel beim Bestseller Model Y gebremst. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck gilt als ein Flop.
In den USA griffen Autokäufer im vergangenen Jahr unterdessen verstärkt zu Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben - und in Europa waren im Elektroauto-Markt andere Hersteller auf dem Vormarsch, unter anderem aus China.
os/dpa







