Wenn in den USA der falsche Stecker gezogen wird, fahren bei uns – in der größten Industrienation Europas – die Computer runter. Auf diesen einfachen Nenner kann man die Abhängigkeit bringen, in die sich Deutschland digital in den vergangenen Jahrzehnten mit den USA begeben hat.

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Egal ob bei Serverparks, Softwarelösungen, Künstlicher Intelligenz, Suchmaschinen oder digitalen Marktplätzen: Wirtschaft, Forschung und Verwaltung sind in Europa nicht nur von den Datentransfers abhängig, sie haben auch einen derart großen Innovations- und Entwicklungsrückstand, dass ein Anschluss – von Überholen kann keine Rede sein – in weite Ferne gerückt ist. Die krasse Abhängigkeit im Digitalen, die den Kanzler und seine hochrangigen Gäste in Berlin bei einem Gipfel beschäftigt haben, hat Gründe.

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Der europäische Weg zum Markterfolg ist zu lang für die Geschwindigkeit im Digitalen

Deutschland, das Land der Tüftler und Erfinder, hat in der digitalen Spitzentechnologie zwar mitgehalten – aber die breite Einführung und die erfolgreiche Übersetzung in Geschäftsmodelle ist anderen gelungen. Steve Jobs, Bill Gates, Elon Musk und Jeff Bezos haben nicht nur als Erfinder mit genialen Ideen herausragende Produkte entwickelt. Sie haben sie auch als erfolgreiche Unternehmer in den Markt gebracht und die Konkurrenz in Europa Lichtjahre hinter sich gelassen.

Jörg Quoos
Jörg Quoos ist Chef der Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

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In Deutschland und Europa ist der Weg von der Erfindung bis zum Markterfolg lang und geregelt. Gerade im Digitalen, wo Geschwindigkeit zählt, ist mancher auf der Strecke verhungert. Staatliche Milliardeninvestitionen können zwar unterstützen, aber viel mehr hilft ein gründerfreundliches Klima, das Genies beflügelt und ihnen keine bürokratischen Fesseln anlegt.