Ein paar Tassen Glühwein, Bratwurst und Crêpe für die Kinder und auch noch etwas Selbstgebasteltes für den Weihnachtsbaum: Ein Besuch mit Freunden oder der Familie auf einem der Weihnachtsmärkte in Deutschland kann tief ins Portemonnaie gehen – und könnte bereits in diesem Jahr noch teurer werden. Neben der steigenden Inflation spielen die immer höher steigenden Kosten für Anti-Terror-Maßnahmen sowie die damit einhergehenden Auflagen der Behörden eine entscheidende Rolle.
Weihnachtsmärkte: Ausgefeilte Sicherheitskonzepte müssen sein
Wer 2025 einen eigenen Weihnachtsmarkt veranstaltet, braucht ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept, so der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). Gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ erklärt der DStGB: „Zu den anfallenden Kosten gehören Sperren, um Amokfahrten oder Terrorangriffe, wie etwa in der Vergangenheit in Berlin oder Magdeburg, zu verhindern. Dazu müssen feste und mobile Sperren angeschafft oder gemietet werden. Gleichzeitig sind Personalkosten für Sicherheitsdienste gestiegen. Zudem ist der Bedarf an Sicherheitsmitarbeitenden, etwa wegen notwendiger Taschen- und Einlasskontrollen gestiegen.“
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Das Problem aus Sicht der Kommunen sei, dass die Veranstalter die Sicherheitskosten in der Regel selbst tragen. Dabei solle aus Sicht der Kommunen und Städte der Staat für die Sicherheitskosten aufkommen – das ist allerdings bislang nur in Berlin so. „Wir sehen hier vor allem die Länder in der Pflicht, für entsprechende Sicherheitsvorkehrungen aufzukommen“, so der DStGB gegenüber der „Frankfurter Rundschau“. Die Gefahr, dass in Zukunft Weihnachtsmärkte vermehrt abgesagt werden müssen, bestehe, da die Bedrohungslage hinsichtlich möglicher Anschläge nicht geringer werde und die kommunalen Spielräume geringer werden.
Zunahme der Sicherheitskosten gleich Teuerungen für Besucher
Ohne kommunale Zuschüsse müssten die Veranstalter die höheren Kosten auf die Besucher umlegen. Bereits jetzt seien die Sicherheitskosten im Land über die vergangenen Jahre hinweg gestiegen: In München um 160 Prozent, in Frankfurt am Main sogar um 300 Prozent.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Eine flächendeckende Absage von Märkten gebe es allerdings nicht. Der DStGB erinnert: „Weihnachtsmärkte sind fester Bestandteil unserer Kultur. Diese gilt es weiterhin zu erhalten und zu schützen.“
fmg/jan







