Jung, motiviert, ideenreich und voller Tatendrang – so stellt man sich für gewöhnlich einen Menschen vor, der vor dem Schritt in die Selbstständigkeit steht oder dabei ist, ein Einzelunternehmen zu gründen. Und dann kommt der Staat und legt Steine in den Weg. So zumindest kann man die Ergebnisse des Gründerreports der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) interpretieren.
Wirtschaft in Berlin
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Viele Gründer sind genervt, vor allem von den vielen bürokratischen Vorgaben, die man beim Aufbau eines neuen Unternehmens einhalten muss. Dass das so ist, ist ärgerlich. Formulare, Fristen, Ämter, die in Papier ersticken, anstatt digital erreichbar zu sein – Deutschland bremst so Macher aus. Mit Blick auf unsere eigene Zukunft sollten wir uns das nicht noch allzu lange leisten. Denn wer es schafft, erfolgreich zu gründen, sorgt für die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen der Zukunft. Und ein solcher Schritt verdient jegliche Unterstützung.
Unternehmertum in Deutschland: Die Wirtschaftswende kommt vielleicht noch
Das zu ändern, hat die Bundesregierung in der Hand. Gemeinsam mit Kommunen und Ländern muss man dringend dafür sorgen, es dem Unternehmertum in Deutschland wieder einfacher zu machen. Nicht nur für Gründerinnen und Gründer, sondern auch für Selbstständige und Firmen an sich. Und da gibt es, Luft nach oben. Die viel beschworene Wirtschaftswende lässt weiter auf sich warten. Die nötigen PS auf die Straße zu bringen – das ist CDU, CSU und SPD trotz Modernisierungsagenda, Sondervermögen & Co. noch nicht gelungen. Darüber darf man enttäuscht sein.
Natürlich spielt auch hinein, dass Deutschland nicht alleine auf der Welt ist. Die Trump‘sche Neuordnung der Handelspolitik hinterlässt Spuren, ebenso wie Krise und Kriege. Darauf braucht es Antworten – im Großen. Im Kleinen heißt es, Hausaufgaben erledigen. Und da muss die Koalition endlich liefern.