Die Isola Bella und die Isola Madre gelten als wahre Juwelen des Lago Maggiore. Beide Inseln, Teil der berühmten Borromäischen Inselgruppe vor der Stadt Stresa, verzaubern Besucher mit ihrer einzigartigen Mischung aus Kunst, Geschichte und Natur. Die Inseln stehen im Besitz der piemontesischen Adelsfamilie Borromeo. Sie ist die Eigentümerin von Kaleon, einer Gesellschaft, der sechs historische Stätten am Lago Maggiore gehören – darunter die berühmten Isola Bella und Isola Madre. Die Gesellschaft wurde gegründet, um kulturelle und natürliche Vermögenswerte zu verwalten und zu verbessern, nicht nur die der Borromeos, sondern auch die von Familien, Organisationen und Stiftungen, die eine professionelle und respektvolle Verwaltung wünschen.
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Ehrgeizig und einzigartig: So soll das originelle Geschäftsmodell der Borromeos aussehen
Das Ziel ist ehrgeizig: ein einzigartiges italienisches Geschäftsmodell zu entwickeln, das Denkmalschutz und wirtschaftliche Nachhaltigkeit vereint. Der Kern des Unternehmens bleibt die Marke Terre Borromeo, zu der Isola Bella, Isola Madre, die Parks Pallavicino und Mottarone, sowie die Schlösser di Cannero im norditalienischen Piemont gehören. Jetzt will die Familie Borromeo Kaleon an die Börse bringen, und zwar zugleich in Mailand und in Paris.
Anlegern sollen 30 bis 35 Prozent des Kapitals angeboten werden. Im Fall einer 35-Prozent-Platzierung könnte Kaleon später in das Segment „Star“ für mittelgroße wachstumsstarke Unternehmen wechseln. Schon jetzt gilt der Börsengang als größte Notierung des Jahres 2025 an der Mailänder Börse. Kaleon dürfte mit mindestens 60 Millionen Euro bewertet werden – möglicherweise deutlich mehr, angesichts der guten Wachstumsperspektiven und der angekündigten Dividende von 50 Prozent des Gewinns.

Vitaliano Borromeo: „Wir haben uns für Mailand entschieden, weil wir stolz darauf sind, Italiener zu sein“
Im Jahr 2024 erzielte Kaleon 21,7 Millionen Euro Umsatz, einen operativen Gewinn (EBITDA) von 5,5 Millionen. Euro und über 2 Millionen Euro Gewinn. Zudem besuchten eine Million Menschen die Anlagen. In den ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz bereits auf 21,2 Mio. Euro, was einem Wachstum von 10,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024 entspricht.

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„Wir haben uns für Mailand entschieden, weil wir stolz darauf sind, Italiener zu sein – und für Paris, weil die französische Kultur der italienischen ähnlich ist und der Einzelhandel Luxuswerte schätzt“, erklärte Vitaliano Borromeo, Verwaltungsratspräsident von Kaleon. In den kommenden zwei Jahren plant das Unternehmen, fünf bis sechs weitere Standorte zu erwerben oder zu verwalten – unter anderem in Verona und in der Schweiz (Isole di Brissago), ebenfalls am Lago Maggiore.
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Weiter wachsen, ohne die Verantwortung zu vergessen, um das kulturelle Erbe zu bewahren
Borromeo betonte, man wolle „weiter wachsen und in Innovation investieren, ohne die Verantwortung zu vergessen, das kulturelle Erbe zu bewahren“. So habe Kaleon bereits zwei Roboter angeschafft, die Besucher über die Isola Bella führen sollen. Die Mitarbeiterzahl soll von derzeit 205 auf mindestens 225 im kommenden Jahr steigen. Das Kaleon-Modell basiert auf der Trennung von Eigentum und Verwaltung: Die Vermögenswerte bleiben privat, werden aber einem spezialisierten Team anvertraut, das ihren Erhalt, ihre Zugänglichkeit und ihre touristische Entwicklung überwacht.






