Wer auf dem Land lebt, kennt das Problem: Busse fahren selten, Supermärkte sind weit entfernt, Arztpraxen oft nur in der Kreisstadt. Für Viele sind Autos daher unverzichtbar – gleichzeitig können sich gerade Menschen mit kleinem Budget kaum ein Fahrzeug leisten. Laut Dacia sind Neuwagen in Europa seit 2010 im Schnitt 77 Prozent teurer geworden. Selbst Kleinwagen sind – unter anderem durch den teuren Einbau gesetzlich vorgeschriebener Assistenzsysteme – für viele Haushalte kaum noch finanzierbar.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Kleine Elektroautos wie der Opel Rocks, der Citroën Ami oder der Fiat Topolino bieten lediglich Notlösungen. Mit rund 2,50 Metern Länge und maximal 45 km/h sind sie für den Einsatz in der Stadt tauglich, auf Landstraßen jedoch eher nicht zu gebrauchen.
Hier setzt Dacia an. Die Renault-Tochter aus Rumänien hat die Konzeptstudie Hipster entwickelt – ein kompaktes Elektroauto, das nach Herstellerangaben „das neu erfundene Auto für jedermann“ sein soll, praktisch der Volkswagen 2.0. Mit knapp drei Metern Länge bietet der Hipster Platz für vier Personen. Bei umgelegter Rückbank soll sogar ein Kühlschrank im Kofferraum transportiert werden können, preist der Hersteller sein Gefährt an. Angaben, wie groß der Kühlschrank genau sein soll, fehlen jedoch.
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Hipster von Dacia soll „das neu erfundene Auto für Jedermann“ sein
Das Design ist eckig und minimalistisch. Die Räder sitzen an den Kanten, die Überhänge sind klein – eine Lösung, die laut Chefdesigner David Durand dem Prinzip des klassischen Mini entspricht: Die Kubusform soll den Raum optimal ausnutzen. Das teilverglaste Dach soll für eine gute Rundumsicht sorgen und erleichtert den Blick auf Ampeln und Verkehr. Einen Schönheitswettbewerb gewinnt Dacia mit dem rollenden Kasten sicher nicht. Aber das ist auch nicht das Ziel. Im Fokus steht die Funktionalität.

Der Hipster soll als L7e-Fahrzeug zugelassen werden. Das bedeutet ein Fahrzeuggewicht ohne Akku von maximal 450 Kilogramm und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Abgesehen vom ABS sind dadurch keine teuren Fahrassistenzsysteme vorgeschrieben. Die kleine Batterie soll für etwa 80 Kilometer reichen – ausreichend für Stadtfahrten oder kurze Landstrecken. Geladen wird der Hipster an einer normalen Haushaltssteckdose, wodurch zusätzliche Kosten und der Bedarf an spezieller Ladeinfrastruktur gerade auf dem Land entfallen.
Elektroauto Hipster: Günstige Lösung für den ländlichen Raum
Wie viel der Hipster am Ende kosten wird, ist noch offen. Zum Vergleich: Der elektrische Viersitzer Spring, ebenfalls von Dacia, startet bei 17.000 Euro und gehört zu den günstigsten und meistverkauften E-Autos in Europa. Dank der kleineren Batterie dürfte der Hipster deutlich preiswerter ausfallen. Damit könnte er eine Lücke schließen, die bisher nur von eingeschränkten Kleinstfahrzeugen bedient wird. Doch noch ist alles nur ein Konzept. Ob sich das am Ende bewährt, muss sich erst noch zeigen.





