Wer mit Gas heizt oder kocht, zahlt aktuell bei Neuabschluss eines Vertrags deutlich weniger als noch Anfang des Jahres. Das geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor, die dieser Redaktion vorab vorlag. Demnach haben die Großhandelspreise für Gas im August mit durchschnittlich rund 3,3 Cent pro Kilowattstunde den niedrigsten Monatswert in diesem Jahr erreicht. „Wettbewerbsorientierte Gasversorger geben diesen Preisnachlass weiter und versuchen so, Neukunden zu gewinnen“, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck unserer Redaktion.

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Im Frühjahr 2025 lag der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde der günstigsten Gasangebote für Neukunden hingegen noch bei rund 10 Cent (brutto inklusive Grundpreis). Im Verlauf des Sommers sank er auf etwa 9 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahresdurchschnitt rangierten die Großhandelspreise bei rund 4 Cent pro Kilowattstunde, so Verivox.

Gas: Analyse zeigt, was Verbraucher bei Neuabschluss sparen können

Für Verbraucher können die gesunkenen Gaspreise deutliche Einsparungen zur Folge haben. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh liegen die jährlichen Heizkosten bei einem Kilowattstundenpreis von 9 Cent bei 1800 Euro, rechnet Verivox vor. Wer sich hingegen noch nie um einen günstigeren Gastarif gekümmert hat und zu den Bedingungen der örtlichen Grundversorgung beliefert wird, zahlt rund 14 Cent pro Kilowattstunde und hat jährliche Heizkosten von rund 2800 Euro, so das Portal. Der Preisunterschied liegt somit bei rund 1000 Euro pro Jahr.

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„Besonders Gaskunden, die noch zu Preisen aus den Zeiten der Energiekrise 2022 und 2023 beliefert werden, sollten einen kritischen Blick auf ihren aktuellen Gastarif werfen. Möglicherweise bezahlen sie viel mehr als notwendig“, empfahl Experte Thorsten Storck.

Gas: Preisbindung kann vor möglicherweise steigenden Netzentgelten schützen

Grundsätzlich könne der Abschluss eines neuen Vertrags mit zwölfmonatiger Preisgarantie in diesem Herbst auch vor möglicherweise erneut steigenden Gasnetzentgelten schützen. Die Gasnetzgebühren waren zwischen 2024 und 2025 im bundesweiten Schnitt um über 20 Prozent angestiegen. Das führte vielerorts zu Preiserhöhungen. „Wie sich die Gasnetzgebühren im kommenden Jahr entwickeln werden, ist noch ungewiss, da die Netzbetreiber die Gebühren für das kommende Jahr erst im Oktober veröffentlichen werden“, erklärte Storck weiter. „Wir gehen aber davon aus, dass sie dem langfristigen Trend folgen und auch im nächsten Jahr erneut höher ausfallen werden.“