Die Musik in Sachen Künstlicher Intelligenz (KI) spielt in den USA und in China. Als es chinesischen Entwicklern gelang, mit DeepSeek eine günstigeres und ebenso leistungsstarkes KI-Modell zu trainieren, löste das zu Jahresbeginn ein regelrechtes Börsenbeben aus. Und in den Vereinigten Staaten nehmen übliche Verdächtige wie Meta und Alphabet zig Milliarden in die Hand, um Rechenzentren zu bauen, die jegliche bislang gekannte Dimension sprengen.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Ein geplantes Rechenzentrum von Meta solle so groß werden wie ein signifikanter Teil Manhattans, tönte jüngst Konzernchef Zuckerberg. Die Amerikaner sehen in den Investitionen Bausteine für künftiges Wirtschaftswachstum und für den eigenen geopolitischen Machtausbau. Und Deutschland? Schleicht hinterher. Das Schaffen von KI-Infrastruktur stand bislang nicht im Fokus. Man hat sich hier gefährlicherweise darauf verlassen, Kapazitäten anderer Anbieter nutzen zu dürfen.
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KI: Deutschland muss sich eigene digitale Souveränität bewahren
Deutschland – und auch die EU insgesamt – muss nun aufholen, will man nicht einmal mehr ins digitale Hintertreffen geraten. Längst diktieren uns die amerikanischen Tech-Konzerne mit ihren Geschäftsmodellen, wie wir arbeiten und leben. Vom alten Europa gibt es darauf kaum Antworten. Im Bereich KI, der Technologie, die die nächsten Jahre bestimmen wird, sollte das besser anders laufen. Deutschland und Europa müssen sich die eigene Souveränität bewahren, Geschäftsmodelle und Industrie schützen – und auch selbst neue Standards setzen.

Um im KI-Rennen vorne mitzuspielen, müssen Deutschland und Europa jetzt schnell liefern. Das betrifft Rechenleistungen, aber auch Rahmenbedingungen für Firmen der Branche. Aus Angst mit umfassender Regulierung Entwicklungen abzuwürgen, wäre ganz sicher der falsche Weg.






