Bulgarien kann den Euro einführen – das hat die Europäische Kommission am Mittwoch erklärt. Laut Kommission erfülle Bulgarien alle Kriterien, um seine Landeswährung Lew mit der europäischen Gemeinschaftswährung zu ersetzen. Die Wirtschaft des Balkanlandes sei ausreichend vorbereitet, heißt es von der Europäischen Zentralbank (EZB).
Bulgarien wollte Euro bereits im vergangenen Jahr einführen
Das EU-Mitgliedsland will den Euro nun zum 1. Januar 2026 einführen. Damit wäre Bulgarien das 21. Land der Europäischen Union, dass den Euro hat. Bulgarien ist bereits seit 2007 Mitglied der EU. „Bulgarien ist der Einführung des Euro heute einen Schritt näher gekommen“, gratulierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Das osteuropäische Land werde „seinen rechtmäßigen Platz bei der Gestaltung der zentralen Entscheidungen des Euroraums einnehmen“.
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Bulgarien wollte den Euro bereits im vergangenen Jahr einführen – scheiterte aber an der hohen Inflation im eigenen Land. Die Europäische Kommission habe nun eine „nachhaltige Preisstabilität“ feststellen können.
Eine dauerhafte Preisstabilität ist eine der Bedingungen für die Einführung des Euro: Die durchschnittliche Inflationsrate eines Landes darf innerhalb eines Jahres höchstens 1,5 Prozentpunkte über der Inflationsrate der drei EU-Länder mit der niedrigsten Teuerung liegen. Außerdem wird ein ausgeglichener Staatshaushalt ohne übermäßige Verschuldung, sowie ein stabiler Wechselkurs voraussetzt.
emi/dpa


