Die Frist ist abgelaufen: User von Facebook und Instagram können nun nicht mehr widersprechen. Aber wogegen eigentlich? Meta will die Daten seiner Nutzer von Facebook, Instagram und WhatsApp, die als öffentlich gekennzeichnet worden sind, für das Training seiner Künstlichen Intelligenz nutzen. Dazu zählen grundlegende Informationen wie Klarname, Benutzername und Profilbild. Nach der Zustimmung der Nutzer wurde nicht gefragt – von der Frist für einen Widerspruch erfuhr man, wenn überhaupt, zufällig. Ein absolut benutzerunfreundliches Verhalten.

Jan Philipp Weber / Berliner Morgenpost
Jan Weber, Redakteur.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Meta: Ein Zufälliger Widerspruch schützt die eigenen Daten

Denn wer derzeit durch Instagram oder Facebook scrollt, muss nach dem Hinweis suchen. Bis Dienstag hieß es noch: „Letzte Chance für Widerspruch an Meta.“ Jetzt ist es mit dem Widerspruch zu spät. Die Verantwortlichen meinen das ernst und wollen tatsächlich ohne Zustimmung mit einer digitalen Kopie von jedem einzelnen User herumexperimentieren. Das Modell „Meta AI“ soll laut Experten in der Lage sein, andere Benutzerinnen und Benutzer zu manipulieren.

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Was Meta davon hat? Es geht um personalisierte Werbung mit Bildern von den eigenen Freunden. Ziel ist es, das Wohlgefühl zu steigern. Tatsächlich wohlfühlen sich User aber sicher nur, wenn sie wissen, dass die Empfehlung von echten Freunden kommt – und nicht von einer KI-generierten Version.

Es mag ja sein, dass mit der Frist zum Widerspruch nicht die Datenschutz-Grundverordnung verletzt wird. Transparenz würde aber bedeuten, vorher klar zu kommunizieren, was geplant ist, und dann die Zustimmung von jedem einzelnen einholen. Damit jeder und jede er oder sie selbst sein kann.